• lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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    2 days ago

    Die (n)ostalgische Verklärung ist tief in der älteren Generation verankert. Bin selbst Ossi und meine Eltern auch - und ich bekomme jedes Mal eine Krise, wenn meine Mutter darüber schimpft, dass die ganzen negativen Berichte über die DDR ja Falschbehauptungen wären.

    Eine der absurdesten Aussagen, die mir da immer sofort in den Kopf kommt: Sie erzählt immer, dass es damals in der ganzen DDR zu jeder Zeit Bananen gegeben hätte, weil sie selbst welche hatte. Handlungszwirbler: Sie hat für hochrangige SED-Funktionäre gekocht und konnte sich davon halt immer was mit nach Hause nehmen.

    Weil sie persönlich in der glücklichen Lage war, jederzeit diese leckere Südfrucht essen zu können, müssen alle Medien lügen und die DDR war damals ganz toll, außerdem hat 10 Jahre auf nen Trabi zu warten ja auch niemandem geschadet, die Menschen waren viel toller und alle haben viel mehr zusammengehalten. So läuft die emotionsgetriebene “Argumentationskette” dann immer. Das kriegst du aus den Leuten auch nicht mehr rausgeprügelt, die wünschen sich mit viel Bauchi-Bauchi-Gefühl ihre gute alte Zeit zurück und reden sie sich selbst schön.

    • Jumi@lemmy.world
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      2 days ago

      Unser Gehirn ist so aufgebaut, dass wir aus schlechten Erfahrungen häufig mehr lernen, aber uns an gute Erfahrungen häufig eher erinnern.

  • kossa@feddit.org
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    2 days ago

    Es ist auch einfach merkwürdig, dass es dabei immer nur entweder-oder gibt.

    Wenn man feststellt, dass bspw. Kinderbetreuung in der DDR besser war als was wir heute in weiten Teilen in Westdeutschland haben, dann kommt jemand und ruft “Stasi”. Ja, äh, kann ich vielleicht gute Kinderbetreuung ohne Stasi haben?

    Ist halt natürlich die Frage, ob man für die Forderung nach guter Kinderbetreuung dann die DDR als Vorbild nennen sollte, oder ob man die Forderung nicht einfach als solche stellen könnte. Then again ist ja die Antwort auf viele solcher progressiven Ideen “dat können wir uns nicht leisten, wer soll dat denn alles bezahlen?”, dann ist aber ein Verweis auf “warum konnte sich denn aber die pleite Mangelwirtschaft Diktatur DDR das leisten?” angebracht. Oder wie die ganze Gesundheitsbranche gerade MFZs entdeckt, als wäre es der heiße Scheiß. Die sind im Osten nach der Wende alle aufgelöst worden, obwohl das Konzept natürlich brillant ist.

    Im Übrigen wird ja umgekehrt auch viel in der Siegererzählung der BRD verklärt: jeder weiß, dass man lange auf einen fabrikneuen Trabbi warten musste, hurrdurr, höhö. Ja toll, auf einen fabrikneuen Mercedes hat man in den 80ern auch 2-3 Jahre gewartet, heute wartet man auf neue E-Autos vom Band auch Ewigkeiten ¯\_(ツ)_/¯.

    Ähnlich bei dem im Artikel angesprochenen “man durfte nichts sagen”. Okay, sag’ mal “From the River to the Sea” oder “Merz leck’ Eier” (hier random Beleidigung von einem sPiTzEnPoLiTiKeR einfügen) einmal zu laut.

    Oder Mauerschützen. Ist schon besser niemanden zu erschießen, der raus will. Wir erschießen halt Leute die reinwollen (gut, wir schießen (noch) nicht, wir lassen Schlauchboote zurück auf’s Meer schieben). How about: wir bringen niemanden um, der über eine ausgedachte Linie geht, egal welche Richtung?

    Ich finde einfach den Automatismus komisch. Ich kann doch finden, dass manche Dinge OK oder besser waren in der DDR, ohne dass ich dafür Stasi, Mauerschützen und Verschleppung in den Knast wegen Meinungsäußerung will, oder nicht?

    • schnurrito@discuss.tchncs.de
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      2 days ago

      Oder Mauerschützen. Ist schon besser niemanden zu erschießen, der raus will. Wir erschießen halt Leute die reinwollen

      Das ist weder moralisch noch völkerrechtlich dasselbe. Länder haben völlig legitimerweise die Möglichkeit, (hoffentlich demokratisch) zu beschließen, (bestimmte) Leute nicht reinzulassen - und das dann auch durchzusetzen. Das ist Ausdruck von Souveränität und es lässt sich sogar argumentieren, dass es notwendig ist, wenn man Demokratie haben will, oder wie will man Demokratie haben, wenn jederzeit jeder aus dem Ausland reinkommen kann und nach einiger Zeit er oder seine Nachkommen Teil des Staatsvolks, das Träger der Demokratie ist, wird?

      Leute nicht rauszulassen, ist kein Ausdruck von Souveränität, sondern Freiheitsentzug - die DDR war im Wesentlichen ein großes Gefängnis.

      Das sieht auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte so (Artikel 13):

      Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

      Das etabliert ein Recht auf Auswanderung, aber nicht auf Einwanderung.

    • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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      2 days ago

      Du kannst viel an unserem Land scheiße finden, das tue ich auch. Das mit der DDR gleichzusetzen ist allerdings völlig überzogen und zeigt letztendlich nur genau das, was im Artikel angesprochen wurde.

      • kossa@feddit.org
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        2 days ago

        Für mich ist “Gleichsetzen” halt was anderes, als das was ich tue.

        Mein Punkt ist ja nicht “Ich kann heute genauso wenig sagen, wie früher in der DDR”. Das ist Blödsinn. Mir geht es um den abschätzigen Blick dabei, wenn wir feststellen “ist heute besser als damals”. Weil, erstens ist es ja eigentlich ein Trauerspiel, dass das überhaupt schon eine Feststellung wert ist. Eigentlich müsste alles besser sein als früher, sonst hat der Fortschritt ja irgendwie versagt.

        Dieses “ja, ist auch nicht geil, aber da war es noch viel schlimmer” ist umgekehrt ja auch eine Rechtfertigung für den Status Quo. Eine (ein bisschen) weniger aufgeladene Thematik ist mMn dieses “guck, solange die Chinesen nix machen, müssen wir auch nix machen für den Klimaschutz” (zumindest ist im Gegensatz zum DDR Thema in progressiven Kreisen weniger umstritten, dass das eine Blödsinnsaussage ist). Wenn Menschen das, was sie an der DDR so toll fanden, heute hätten und den ganzen bösartigen, menschenverachtenden Scheiß nicht dazu…dann hätten sie ja irgendwie auch gar keinen Grund dazu, sich random ein Unterdrückungsregime wiederzuwünschen, um ein paar positive erlebte Nebeneffekte mitzunehmen. Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendwen gibt, der sagt “ich will die guten KiTas aus der DDR, dafür nehme ich in Kauf, dass Menschen erschossen werden oder in den Folterknast kommen”. Aber man könnte halt analysieren was genau so geil war an den KiTas und wie wir das auch machen könnten. Aber macht keiner, weil wenn man anfängt sofort “du glorifizierst einen Unrechtstaat” kommt.

        Und so, wie man dann bösartig in meinen Kommentar reinlesen kann “aha, du glorifizierst die DDR”, kann ich halt auch in dieses “aber ist alles besser jetzt” reinlesen, dass man den Status Quo ganz toll findet. Verstellt halt leider nur den Blick dafür, was man vielleicht lernen könnte.

        Im Endeffekt, wie andere das ja auch schon schrieben, bleibt ja genau das “die Lehren daraus ziehen” so unfassbar auf der Strecke, dass es zum Heulen ist. Im Guten wie im Schlechten. Wie auch mit dem NS-Regime. Alle sind sich einig “Nie wieder ist jetzt” und “die DDR war ein Unrechtstaat”, aber wir Palantiren und Polizeigesetzen uns geradezu so arg ein, dass die Stasi feucht würde, und zucken mit den Schultern, wenn die Faschisten wieder aus ihren Löchern kommen…aber schön immer wieder “Nie wieder ist jetzt” und “die DDR war ein Unrechtstaat” auspacken am 3. Oktober und 8. Mai.

    • Quittenbrot@feddit.org
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      2 days ago

      dann ist aber ein Verweis auf “warum konnte sich denn aber die pleite Mangelwirtschaft Diktatur DDR das leisten?”

      Konnte sie ja nicht. Das war ja genau das Problem. ;)

      • DdCno1@beehaw.org
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        22 hours ago

        Jep. Unter Honecker wurde das Land nur durch Westkredite am Leben gehalten, was erstaunlich wenige Menschen wissen.

  • ranslite@pie.dasneuland.de
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    3 days ago

    Mutmaßlich sind es Eltern und Großeltern, die ihren Kindern und Enkeln ein wie auch immer geartetes Ostgefühl einpflanzen. Immer häufiger fallen Sätze wie: „In der DDR gab es ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Heute gibt es das nicht mehr.“

    Eins zu eins meine Mutter.

    Das mag sein. Unterschlagen wird dabei aber, dass dieses solidarischere Miteinander vielfach geprägt war von Misstrauen und Kontrolle. 1989 gab es rund 280.000 hauptamtliche und inoffizielle Stasispitzel.

    Das möchte Sie dann wiederum nicht hören oder relativiert Sie.

    • GenosseFlosse@feddit.org
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      3 days ago

      Also das was da als Zusammengehörigkeit dar gestellt wird kann auch einfach eine Zweckgemeinschaft gewesen sein. Ohne Beziehung lief halt nichts. Du gibt’s dem Nachbarn ein paar Päckchen Westkaffee, er stellt dir einen neuen Farbfernseher zur Seite von dem sein laden nur 5 Stück geliefert bekommen hat. Du organisiert jemandem Ersatzteile für den Trabbi, er tischlert dir nach Feierabend im Betrieb eine Einbauküche. Wohlstand gab es ohne Organisationstalent und nützliche Beziehungen nicht.

      • brainwashed@feddit.org
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        3 days ago

        Romantisierung von Mangelwirtschaft. Kannste heute noch bei Kuba-Liebhabern sehen. Wir können es uns heute leisten, nicht mehr das halbe Dorf zu fragen ob jemand irgendwelche Rohre hat.

    • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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      3 days ago

      Das möchte Sie dann wiederum nicht hören oder relativiert Sie.

      Ein guter Freund von uns ist vor dem Mauerfall aus der DDR geflüchtet. Der hat Null Verständnis für so etwas.

  • brainwashed@feddit.org
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    3 days ago

    Hä hab aber grad so TikTol reel mit der verträumten Nostalgie Musik gesehen und das war voll schön.

  • plyth@feddit.org
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    3 days ago

    Verherrlichung des toten Landes ist nicht nur Geschichtsvergessenheit, sie ist vor allem gefährlich.

    Was ist mit Kinderarbeit für Schokolade und Sweatshops für Markenturnschuhe in der BRD? Wenn die BRD nicht von kolonialen und postkolonialen Strukturen des Westens profitiert hätte, hätte die DDR dann ihre Bürger gängeln müssen, damit sie in der Zone bleiben?

    Wir haben jetzt Milliardäre an der Macht, die billigend die Erderwärmung in Kauf genommen haben, damit ihre Konsumblase nicht platzt, mit der die Bevölkerung ruhig gestellt wird. Diese Diktatur wird noch nicht einmal benannt.

    Die DDR war gefährlich aber die BRD könnte gefährlicher sein.

    • DdCno1@beehaw.org
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      3 days ago

      Nichts, was in der BRD früher oder aktuell läuft, ist auch nur annähernd so perfide wie das DDR-Regime.

      Übrigens war die DDR selbst Teil eines Kolonialreiches - und der gesamte von der Sowjetunion unterjochte Ostblock (besagtes Kolonialreich) war weit destruktiver und skrupelloser in Sachen Umweltverschmutzung als der Westen.

      • plyth@feddit.org
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        2 days ago

        in der BRD früher oder aktuell läuft, ist auch nur annähernd so perfide

        Wir bekommen gerade den automatisierten Überwachungsstaat

        Meiner Meinung nach bereiten wir uns auf einen Angriffskrieg gegen China vor, indem wir trotz Überlegenheit auch ohne USA massiv aufrüsten

        Der Ausgang der Wahlen wird durch ‘freie’ Medien bestimmt

        Konsumgesellschaft und Ruhigstellung durch Soziale Medien und Streamingdienste.

        Teil eines Kolonialreiches

        In dem das dominierende Land seine Satellitenstaaten mit günstigen Rohstoffen versorgt hat. Diktatur des Proletariats ist Diktatur, aber wie kann man das 1:1 gleichsetzen? Man lebt nicht in einem Land, wo es das Ziel ist, die Bevölkerung zu entmachten.

        weit destruktiver und skrupelloser in Sachen Umweltverschmutzung

        Keine Entschwefelung ist nicht schön. Der Individualverkehr und die Konsumgesellschaft bringen uns aber jetzt um.

        • DdCno1@beehaw.org
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          2 days ago

          Angriffskrieg gegen China

          China bereitet sich gerade auf einen Angriffskrieg gegen Taiwan vor (inkl. blutrünstiger Propaganda) und ist nebenbei fleißig dabei, sich mit nahezu jedem anderen Staat in der Region zu verscherzen, durch Grenzverschiebungen, eine “Küstenwache”, die tausende Kilometer entfernt Fischerboote rammt und Fischbestände leerfischt, künstliche Inseln über Rohstoffvorkommen, massive Social Media Kampagnen (auch gegen uns), etc. Nebenbei wird Russland aktiv in seinem Angriffskrieg gegen Ukraine unterstützt.

          Angriffskrieg gegen China? Auf welchem Planeten? Hin und wieder ein paar Schiffchen zur Unterstützung Taiwans, einer jungen, aber robusten Demokratie, die sich gegen eine brutale Diktatur stellt, zu schicken, ist keine Vorbereitung eines Angriffskrieges. Was für eine absurde Behauptung. Wie sollte man China überhaupt angreifen? Das Land ist konventionell nicht eroberbar solange ein Zentralstaat existiert. Nur im Falle eines neuen Bürgerkrieges nach dem Kollaps des Regimes wäre das überhaupt möglich - für eine chinesische Fraktion, nicht Außenseiter.

          Wir bekommen gerade den automatisierten Überwachungsstaat

          Der ist seit den '70ern in Arbeit. Digitale Rasterfahndung wurde damals erfunden. Heißt nicht, dass die Entwicklung seitdem toll ist, aber bis wir DDR-Verhältnisse (mit ihrem größtenteils manuellen Überwachungs- und Unterdrückungsstaat) erreichen, muss noch einiges Wasser den Rhein runter fließen. Wehret den Anfängen und so, aber bitte lass die Kirche im Dorf.

          Der Ausgang der Wahlen wird durch ‘freie’ Medien bestimmt

          Kann man nicht annähernd mit den gefakten Wahlergebnissen in der DDR vergleichen.

          Konsumgesellschaft und Ruhigstellung durch Soziale Medien und Streamingdienste.

          Nix Neues, nicht vergleichbar mit der DDR (wo übrigens bestimmte Konsumgüter - wie Fleisch, Alkohol und Druckerzeugnisse - massiv subventioniert wurden).

          In dem das dominierende Land seine Satellitenstaaten mit günstigen Rohstoffen versorgt hat.

          Das dominante Land hat auch und in massivem Umfang Rohstoffe und Erzeugnisse extrahiert - zu Konditionen, die nicht vorteilhaft waren für die Satellitenstaaten. Die DDR “durfte” z.B. Carl Zeiss Linsen und Robotron Computer exportieren und bekam untaugliche sowjetische Industrieerzeugnisse (wie grottenschlechte Autos, die trotz des Mangels an PKW in der DDR in Feldern verrotteten) zurück.

          Diktatur des Proletariats ist Diktatur, aber wie kann man das 1:1 gleichsetzen?

          Die Bonzen an der Macht waren keine Proletarier. Das Proletariat hatte nichts zu melden.

          Man lebt nicht in einem Land, wo es das Ziel ist, die Bevölkerung zu entmachten.

          Warum verklärst du die DDR?

          Der Individualverkehr und die Konsumgesellschaft bringen uns aber jetzt um.

          Der Unterschied ist, dass das gemeine Wahlvieh zumindest theoretisch in diesem Land (und einem Großteil der westlichen Welt) das Recht und die Möglichkeit hat, das zu ändern. Klar gibt es viele mächtige Interessengruppen, die uns fleißig manipulieren, aber Demokratie und eine freie Presse und Meinungsäußerung haben wir trotzdem, trotz aller Probleme. Nicht annähernd vergleichbar mit der DDR, wo sogar wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse über Umweltverschmutzung Staatsgeheimnis waren.

          • plyth@feddit.org
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            2 days ago

            Wie sollte man China überhaupt angreifen?

            https://en.wikipedia.org/wiki/Island_chain_strategy

            aber bis wir DDR-Verhältnisse (mit ihrem größtenteils manuellen Überwachungs- und Unterdrückungsstaat) erreichen, muss noch einiges Wasser den Rhein runter fließen.

            Oder ChatGPT und Palantir übernehmen nachdem die Alterskontrolle etabliert wurde. Das kann man in wenigen Wochen umsetzen.

            Kann man nicht annähernd mit den gefakten Wahlergebnissen in der DDR vergleichen.

            Für mich ist das schlimmer. In der DDR wusste man, dass man betrogen wurde. In der BRD macht jeder frei sein Kreuzchen und am Ende passiert, was die Elite will.

            und bekam untaugliche sowjetische Industrieerzeugnisse

            Das geht mehr Richtung Unfähigkeit als Ausbeutung.

            Die Bonzen an der Macht waren keine Proletarier.

            Aber auch keine Milliardäre.

            Man lebt nicht in einem Land, wo es das Ziel ist, die Bevölkerung zu entmachten.

            Warum verklärst du die DDR?

            Bis zum Mauerbau konnten die Bürger das Land verlassen. Ich denke man sollte die DDR nicht nach dem materiellen Wohlstand und der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Mauer beurteilen sondern nach den Zielen.

            Der Unterschied ist, dass das gemeine Wahlvieh zumindest theoretisch in diesem Land (und einem Großteil der westlichen Welt) das Recht und die Möglichkeit hat, das zu ändern.

            Die DDR hatte genauso Möglichkeiten, das Land zu ändern.

            Das Wahlvieh wird in der BRD viel tiefer manipuliert. Die Menschen kennen noch nicht einmal ihr Gefängnis. Freie Meinungsäußerung haben wir nur, weil es nichts bringt.

            • DdCno1@beehaw.org
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              2 days ago

              https://en.wikipedia.org/wiki/Island_chain_strategy

              Containment ist nicht gleich Angriff.

              Oder ChatGPT und Palantir übernehmen nachdem die Alterskontrolle etabliert wurde. Das kann man in wenigen Wochen umsetzen.

              Nein. So einfach ist das nicht, nicht einmal im Ansatz. Sorry, aber das ist komplett weltfremd.

              Für mich ist das schlimmer. In der DDR wusste man, dass man betrogen wurde. In der BRD macht jeder frei sein Kreuzchen und am Ende passiert, was die Elite will.

              “Die Elite” (sofern man die überhaupt als homogene Gruppe bezeichnen kann) war noch mit der letzten Bundesregierung überhaupt nicht zufrieden. Die Elite ist mit unzähligen Landes-, Kreis- und Lokalregierungen alles andere als happy. Sorry, aber das ist nichts als polemische Übertreibung.

              Das geht mehr Richtung Unfähigkeit als Ausbeutung.

              Whynotboth.gif?

              Aber auch keine Milliardäre.

              Sie hatten vergleichbare Macht, wenn auch nur einen Lebensstil wie zeitgenössische Millionäre. Am Ende geht es sowohl Parteibonzen als auch Geldadel mehr um eben jene Macht als alles andere. In dem einen System ist Geld das Mittel zum Zweck, im anderen Titel und Parteibücher.

              Bis zum Mauerbau konnten die Bürger das Land verlassen.

              Es gab schon vorher Stacheldrahtzäune, Überwachung, Folter und Schüsse, die gerade permanente Flucht (statt opportunistische Grenzgänge) zu verhindern versuchten.

              Ich denke man sollte die DDR nicht nach dem materiellen Wohlstand und der wirtschaftlichen Notwendigkeit der Mauer beurteilen sondern nach den Zielen.

              Das einzige Ziel der DDR war Machterhalt für die Partei. Was glaubst du, warum ganz offen und mit Begeisterung “Die Partei hat immer recht!” auf Parteitagen gegrölt wurde? Alles andere waren offensichtliche Lügen - und es ist schockierend, wie viele Menschen heute, deine Wenigkeit eingeschlossen, darauf noch hineinfallen. Nicht im Ansatz wurde daran gearbeitet, die Propagandaziele zu erreichen: Frieden wurde beschwört, während Kinder paramilitärisch ausgebildet und Angriffskrieg geplant wurden; anders als die NATO war der Warschauer Pakt extrem offensiv ausgerichtet. In der Verfassung wurde von Meinungs- und Bewegungsfreiheit schwadroniert, doch er sich darauf berufte, wurde hart bestraft. Die geldlose, egalitäre sozialistische Utopie wurde nie auch nur im Ansatz verfolgt, denn die Partei war nicht nur durch die objektive Realität und ihre eigene Unfähigkeit gegängelt, sondern auch durch das bereits erwähnte zentrale Ziel des Machterhaltes und der totalitären Kontrolle, welcher jegliche utopischen Träume von vornherein unmöglich machte. Alles in diesem Staat hatte sich dem Machterhalt unterzuordnen, alles was getan wurde, selbst jene bis heute gepriesenen Errungenschaften (wie die Kinderbetreuung, um Frauen in die Produktion und frühe Indoktrination zu ermöglichen) wurden nur geschaffen, um diesen Zielen zu dienen.

              Das Wahlvieh wird in der BRD viel tiefer manipuliert. Die Menschen kennen noch nicht einmal ihr Gefängnis. Freie Meinungsäußerung haben wir nur, weil es nichts bringt.

              Freie Meinungsäußerung hat uns in der BRD u.a. eine mächtige Umweltbewegung ermöglicht, welche massive Veränderungen erreicht hat. Freie Meinungsäußerung ermöglichte in den '60ern die Studentenrevolution, welche mit unbequemen Fragen an ihre Eltern und die damaligen Eliten mit Naziverstrickungen erst die Bundesrepublik wie wir sie heute kennen erschuf.

              Beides war komplett unmöglich in der DDR - und die Folgen dessen, gerade letzteres, plagen das wiedervereinte Deutschland und insbesondere die neuen Bundesländer bis heute, denn in der DDR durften Altnazis fast ungehindert eine neue Generation heranzüchten - eine Sache, die von der DDR-Regierung verheimlicht wurde, da es dem Narrativ westlicher Nazi-Infiltratoren und -Agitatoren widersprach, weswegen es nie öffentlich thematisiert und systematisch polizeilich und geheimdienstlich angegangen wurde. Nach der Wende tat das entstandene Machtvakuum sein übriges. Diese ostdeutschen “homegrown” Neonazis bildeten den Nukleus der örtlichen rechtsextremen Szene, welche in jüngerer Zeit zum Großteil in der AfD und verbündeten Gruppierungen aufgegangen ist.

              Bevor du jetzt sagst, dass das Schnee von Gestern ist: Auch heute noch sind freie Meinungsäußerung und freie Presse hierzulande enorm wichtig und mächtig - sie sind nur kein Garant dafür, dass wir kollektiv (Begriff bewusst gewählt) die richtigen Entscheidungen treffen. Trotz aller Manipulation durch dumme egoistische Eliten sind wir immer noch dumme Herdentiere, die in stürmischen Zeiten selten dazu neigen, rationale Entscheidungen zu treffen, sondern lieber gemeinsam in Panik von der Klippe springen. Das wird mehr ausgenutzt denn künstlich erzeugt - und manchmal passiert es auch einfach, ohne bösen Masterplan dahinter.

              • plyth@feddit.org
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                9 hours ago

                Freie Meinungsäußerung und freie Presse ist wie Lemmy, es ist da, hat aber keinen Einfluss. Die DDR hatte ihre Probleme, aber jetzt tun wir so, als ob in der BRD strukturell alles gut ist, weil es nicht die DDR ist.

                Die AfD wurde von den Medien, die größtenteils in Westhand sind, großgemacht. Die (West) CDU blockiert ein AfD Verbotsverfahren.

                Die Informationen sind da, dass die USA gegen China rüsten. Bei uns kommt das oft so an als wenn die USA Taiwan nur verteidigen wollen. Historisch haben die USA, durch illegale Einmischung in den chinesischen Bürgerkrieg, Taiwan erst erschaffen. Ausserdem braucht China Mittel um Taiwan einzunehmen, wenn die USA mit Hilfe von Taiwan ein Embargo durchsetzen. Das Aufrüsten ist daher auch zur Verteidigung notwendig.

                China selber muss Taiwan nicht einnehmen, denn das chinesische Wirtschaftswachstum wird dafür sorgen, dass Taiwan zu China gehören möchte.

                Da China nicht autark ist, ist die Blockade Chinas ein Angriff, denn es wird zu einer Hungersnot führen. Da die USA sich nicht so verhalten, als wenn sie ihre Hegemonialmacht aufgeben werden, muss man damit rechnen, dass sie vorhaben, Chinas Wachstum mit Gewalt zu unterbrechen.

                Das wird so nicht bei uns in den Medien thematisiert, wird aber unser Leben bald nachhaltig prägen. Trotz Meinungsfreiheit gibt es nicht die wichtigsten Diskussionen.

                Ich hoffe, dass ich irgendwo eine Fehlannahme mache, wüsste aber nicht an welcher Stelle.