Steh ich auf dem Schlauch oder passt der erste Absatz des Artikels irgendwie nicht ins Muster mit den anderen geschilderten Fällen?
Vor einem Jahr erfror Kerstin G. am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. Ihr Partner hatte sie dort zurückgelassen, um Hilfe zu holen. Im Februar wurde Thomas P. wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Also wenn er wirklich Hilfe holen wollte und das nicht nur eine Ausrede sein soll, dann war das vielleicht eine dumme Idee, eine Fehleinschätzung der Situation oder was auch immer, aber doch kein absichtliches Zurücklassen der Partnerin!?
Ich war schon oft mit meiner Partnerin in den Bergen wandern, auch in entlegenen Gebieten ohne Handyempfang oder Infrastruktur. Je nach Situation finde ich sich aufzuteilen und Hilfe zu holen durchaus die richtige Entscheidung, wenn ein Unfall passiert ist und man keine andere Möglichkeit hat, vor Ort jemanden zu alarmieren.
Da noch niemand die Suchmaschinebemüht hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Tod_einer_Bergsteigerin_am_Großglockner_im_Jänner_2025
Lies und beurteile ob der Polizist recht hat, oder Thomas P. bezüglich dessen, ob er Hilfe holen wollte. Ich finde es recht eindeutig, ich bin nicht mal sicher ob man noch von fahrlässiger Tötung reden sollte.
Danke. Der geschilderte Tourverlauf ist in der Tat fragwürdig und schwer nachzuvollziehen. Eine konkretere Bewertung mag ich mir juristisch da aber nicht anmaßen, dafür hat auch der Wikipedia-Artikel nicht ausreichend Informationen. Eine offensichtlich absichtliche Tötung kann ich aber zumindest nicht herauslesen. Denke man darf bei der Bewertung von sowas auch einfach nicht vergessen, was für eine krasse Ausnahmesituation das sicher gewesen sein muss. Da tickt der Kopf nicht unbedingt so klar, wie jetzt, wo man gemütlich auf dem Sofa sitzt und die vermutlich sehr umfangreich aufbereitete Außenperspektive liest.
Vor einem Jahr erfror Kerstin G. am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. Ihr Partner hatte sie dort zurückgelassen, um Hilfe zu holen. Im Februar wurde Thomas P. wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Wenn der er wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde, hat er sich sicherlich problematisch verhalten. Ich glaube, warum sie diesen Fall aber eigentlich an den Anfang des Artikels gepackt haben, ist, dass es auch der Anfang der Diskussion um das Thema Alpine Divorce zu sein scheint (oder sie es zumindest so darstellen):
Dennoch, der Fall löste eine virale Debatte aus. Viele Frauen berichten online seitdem davon, wie sie von ihren Partnern bei Bergwanderungen im Stich gelassen werden. Sie nennen es “Alpine Divorce”. Etwas, das auch Simone erleben musste.
Also egal wie viel Sinn dieser erste Fall in dem Kontext ergibt, wenn er ne virale Debatte auslöst, muss man ihn schon nennen.
Wenn der er wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde, hat er sich sicherlich problematisch verhalten.
Du wirst vermutlich Recht haben, aber genau das wären für mich doch DIE entscheidenden Details, um das Phänomen zu erklären. Hatte er das gesamte Wasser, Karten und Navi, als er sie zurückgelassen hat? War sie verletzt? Gab es Handyempfang? Hatte er ihre Kleidung? Hat er sie bewusst dort in diese Notsituation gebracht oder war es einfach eine dumme Entscheidung wegzugehen? Gab es Streit? Haben sie, bevor er alleine gegangen ist die Beziehung vor Ort beendet oder ist die “Scheidung” implizit durch das weggehen? War die Trennung einvernehmlich?
Einfach nur zu zweit loswandern und sich dann aufteilen ist ja jetzt kein völlig absurdes Konzept und normalerweise auch keine Straftat, wenn dann eher Person ein Unfall zustößt. Gibt ja auch genug Leute aller Geschlechter, die von vorneherein alleine wandern gehen. Also muss hier ja eigentlich mehr vorgefallen sein, was im Artikel aber fehlt.
Ich habe die Vermutung, dass die Länge des Artikels begrenzt war und davon ausgegangen wurde, dass die Leser schon Vorkenntnisse haben würden.
Wobei nicht klar ist, ob sich alle Dinge so im Prozess haben nachweisen lassen. Was aber hängengeblieben ist: Eine Ex-Freundin des Mannes hatte berichtet, dass sie mit ihm auch schon eine Tour zum Großglockner gemacht hatte. Während dieser Tour gab es Streit über die Route und weil sie ihm zu langsam vorangekommen sei. Er sei dann plötzlich einfach weggewesen. Mitten in der Nacht. Ihre Stirnlampe sei dann ausgegangen und sie sei am Ende ihrer Käfte gewesen.
Sorry, aber man hat dir bereits den sehr ausführlichen Wikipedia-Artikel verlinkt. Lies den, da werden deine Fragen beantwortet. Es gibt auch diverse Berichte über den Prozess, die sind auch in dem Artikel verlinkt. Da musst du nicht mehr spekulieren. Was der Typ gemacht hat, ist absolut falsch und psychopathisch
Mein Kommentar hier ist drei Stunden alt, der Wikipedia-Artikel wurde vor etwa einer Stunde gepostet. Was diese aggressive Nachricht soll, verstehe ich nicht. Schönen Tag noch.
Wenn sein Hilferuf “zufällig” nirgends rechtzeitig vernommen wurde?
Wenn man dem Angeklagten hier eine Ausrede unterstellen will, könnte der Autor ja zumindest ein “um laut eigener Aussage Hilfe zu holen” o.ä. stehen. Insbesondere da es das erste Beispiel war und ich das Konzept Alpine Divorce noch nie gehört hatte, war es für mich sehr verwirrend so.
Diese Diskussionen und Schilderungen habe ich auch schon mitbekommen und es war für mich erschreckend, wie häufig das passiert. Das fängt bei “einfachen” kurzen Wanderungen an, wo dann jemand einfach vorweg läuft und sich nicht umdreht oder wartet, bis zu richtigen Touren in abgelegenen Gegenden, wo die Begleitung teilweise einfach so zurückgelassen wird. Ohne sich um die Situation oder Versorgung einen Kopf zu machen.
Und ich hab selbst im Himalaya auf einer Tour eine Niederländerin getroffen, der das passiert ist. Ihr Freund hatte sie zu der Tour überredet. Die Absprache war nach einigen Diskussionen, weil er eigentlich zum Annapurna Basecamp wollte, dass sie eine einfache Teahouse-Tour machen. Sie hatte keine wirkliche Erfahrung bezüglich solcher Touren. Und da der Partner sie erst im Anschluss an ihr Austauschsemester in Indien vor Ort abgeholt hatte, war sie auch ohne vernünftige Ausrüstung - kein tauglicher Schlafsack und sie hatte auch keinen eigenen Rucksack, in den ihre Sachen gepasst hätten. Einen Hobbyguide hatten sie dabei. Und dann an einer Abzweigung kam die Überraschung. Der Freund wollte doch noch seine Wunschtour machen. Zum Glück hat sie sich nicht bequatschen lassen. Was ihm nicht gefallen hat. Er wollte sie dann dort alleine lassen und mit dem Guide allein weiter. Das hat der Guide nicht mitgemacht. Also ist der Freund ohne die beiden los. Aber allein die Vorstellung, dass er das so geplant hatte und auch bereit war, sie da alleine zu lassen.
Er wollte sie dann dort alleine lassen und mit dem Guide allein weiter.
Klingt eher nach Alpine Attempted Murder.
Ich hoffe für sie mal, Ex-Freund
Diese Anregung hatten wir ihr zumindest deutlich angedeutet auch mit auf den Weg gegeben.







