nach Herzenslust
oder
nach Lust und Laune
Alles mit „Lack gesoffen“.
„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“
Gerade gelesen:
Sweden’s V-Dem Institute warns
Das gibt mir immer das Gefühl von Frosch im Kochtopf. Jeder Interessierte weiss, wie es weiter geht, aber ‘warnt’ signalisiert dem Bürger, dass die Konsequenzen zu ertragen sind und der Weg weitergegangen wird.
Wenn der Bürger reagieren soll fällt das warnende, nicht ernst zu nehmende Subjekt und das Verb weg und die Tatsache nimmt die volle Schlagzeile ein.
Die Zeitung ist die Authorität. Wenn sie die Meinung nicht übernimmt wird sie nicht als wichtig wahrgenommen.
Wenn in Podcasts gesagt wird: „…hab ich Euch in die Shownotes gepackt.“
“Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast”
Komischerweise höre ich das immer nur von Leuten, die ihre Position nicht durch Daten belegen können, und die nicht erklären können wo genau in der Statistik denn das Problem liegt.
Urrrrggghhhh.
Ja das hab ich auch schon ein paar mal gehört.
Übersetzt sich intern bei mir zu:
“Ich hab nichts um deine Beweise zu widerlegen aber ich will einfach nicht das du recht hast.”
Danach kann man die Diskussion einfach beenden. Das sind Leute die nicht oder noch nicht bereit sind ernsthaft zu diskutieren sondern nur ihre Meinung kundtun wollen ohne Gegenwind/Rückfragen.
Ich bin kein ________ ABER…
“Lehrjahre sind keine Herrenjahre!”
Und deshalb soll ich mich schieße behandeln und verarschen lassen?
Nein, der Gesetzgeber hat mir gewisse Rechte verliehen, auch in meiner Ausbildung! Ich hasse diesen dummen Spruch so unfassbar doll.
Eine Mischung aus “Ich musste leiden und jetzt musst du auch leiden, obwohl es weder mir noch dir etwas bringt” und Selbstentwertung.
Vor allem ist die Implikation ja: “Mit mit wurde schlecht umgegangen, und jetzt lasse ich mir nicht nehmen, mit dir ebenfalls schlecht umzugehen!”
Buchstäbliches Generationentrauma
Das macht es irgendwie sehr viel mehr tragisch .__.
Nicht unbedingt eine Phrase per se, aber jedes Mal, wenn das Gebäudeenergiegesetz “Heizungsgesetz” genannt wird, sterbe ich ein bisschen (also so ungefähr jedes Mal, wenn irgendein Medium darüber berichtet).
sterbe ich ein bisschen
Und wie lädst Du Deine Lebensenergie wieder auf?
Regeneriert sich mit der Zeit, noch nie ein Videospiel gespielt? /s
Du musst nicht, wenn du nicht willst (aber eigentlich musst du doch)
“Im Alter wird man automatisch konservativer”.
Wird oft wie ein absolutes Naturgesetz dargestellt und erzeugt bei mir auch immer so ein Gefühl von “wenn du erstmal soviel Lebenserfahrung wie ich angehäuft hast, würdest du auch CDU wählen, Jungchen”.
Bin mir aber bewusst, dass es in einem anderen Kontext durchaus Sinn ergeben kann. Aber dafür ist meine Abneigung gegenüber einer gewissen politischen Partei zu groß.
Da bevorzuge ich die klarere Formulierung der goldenen Zitronen:
Junge, wer mit 20 kein Anarchist gewesen ist, aus dem wird nie ein guter Demokrat.
Ich kannte bisher nur die von Konservativen gemochte Version: Wer mit 20 nicht links ist hat kein Herz, wer mit 50 nicht konservativ hat keinen Verstand.
Anarchisten sind nichts als Sozialisten die denken Kommunismus sei Stalinismus
Das passt, denn Kommunisten denken dass Anarchisten Faschisten sind.
Echt? Das habe ich noch nie gehört
Jokes on you, ich bin mit dem Alter erst Anarchist geworden :3

Ich glaube, dass das große Problem hier schlicht und einfach ist, dass der Begriff konservativ von politisch ganz merkwürdigen Leuten gekapert wurde, die alles sind, aber eben nicht konservativ. Es ist sicherlich so, dass man ruhiger wird, zufriedener, anders, wenn man irgendwann fest im Leben und im Job steht, die Schule hinter sich hat, vielleicht verheiratet ist oder gar Kinder hat. Dann geht es einem doch durchaus stärker darum, bestimmte Dinge, die man hat, zu bewahren, statt wie in jungen Jahren Dinge einfach nur verändern oder gar zerstören zu wollen. Das ist aber genau eben nicht das, was eine Partei wie zum Beispiel die CDU macht und zum Beispiel auch ein Trump ist definitiv nicht konservativ, sondern in dem Sinne disruptiv, revolutionär, wie auch immer man es nennen will. Von daher redet man da fleißig aneinander vorbei, weil die Begriffe falsch benutzt werden.
Ich denke das kommt aus den USA, wo ihr “Konservativ” im Kontext europäischer Verhältnisse als “rechtsradikale rassistische Extremisten und Neonazis” übersetzt werden muss. Wie unterschiedlich die politische Landschaft ist, und wie die Begriffe buchstäblich andere Bedeutungen haben (vgl. “liberal”) ist vielen nicht bewusst.
Jup, das denke ich auch.
Konservativ kann ja auch sein, dass man z.B. lieber gerne weiter Faxgeräte benutzen möchte, weil man eben darauf gelernt hat (ohne gleich einen politischen Bezug aufzumachen).
Aber wenn ich blutjunge Leute diesen Satz wiederholen höre, muss ich irgendwie mit dem Kopf schütteln, weil ich einen CDU-Marketing-Stunt vermute.
Ich starte mal gleich mit:
Der Klügere gibt nach
Warum genau sollte das eine gute Idee sein?
Gegenvorschlag:
Der Klügere kippt nach
Anders hält man die Welt ja kaum aus.
Dem Klügeren wird nachgegeben
- Känguru
“Kriminelle Ausländer abschieben”
Das neue “Ich bin ja kein Rassist, aber …”
“Wenn es umsonst ist bist du das Produkt!”
Es hat definitiv noch nie wertvolle Arbeit durch Freiwillige geben, besonders nicht bei Software…
Eine genauere Formulierung wäre “wenn du dafür kein Geld bezahlst, die Firma aber trotzdem Gewinn macht, bist du das Produkt.”
Also bei Linux und Wikipedia trifft es nicht zu, bei Facebook, Twitter und Reddit schon.
Vor allem ist der Umkehrschluss falsch. Es gibt genug Dinge, für die du zahlst und wo du trotzdem als Produkt endest. Ein Premium-Abo verhindert nicht, dass irgendeiner der Big Tech Konzerne dich nicht umfangreich ausspioniert.
Vermutlich ist die Wahrscheinlichkeit, ausspioniert zu werden, im Durchschnitt bei bezahlten Produkten sogar größer.
Ich mein klar, es gibt Facebook und Co, aber abgesehen von den großen bigtech-Diensten sind rein zahlenmäßig die allermeisten wirklich 100% kostenlos in vollem Umfang nutzbaren Softwares ja welche aus dem open source-Kosmos, während die meisten bezahlten Produkte welche von gewinnorientierten Unternehmen sind, welche sich in der Folge von Gewinnerzielungs- und maximierungsabsichten für Nutzungs- und sonstige Daten interessieren.
(Natürlich nur ne Theorie/Vermutung)
Ich stimme dir dazu. Im Endeffekt sind solche Abos, glaube ich, sogar eine Falle. Wir haben das schon bei diversen Diensten gesehen: die Incentives die Abonnenten zu verarschen, sind einfach zu groß. Wer kauft sich so ein Premium-Ambo? Das sind einerseits Leute mit viel Geld, die kein Bock auf Werbung haben. Die sind aber gleichzeitig als Zielgruppe für Werbetreibende extrem interessant, weil sie viel Geld haben. Und dann gibt es noch viele Nutzer, die zum Beispiel den ganzen Tag auf YouTube hängen und auch kein Bock auf Werbung haben. Diese sind aber für YouTube extrem profitabel, weil sie natürlich sehr, sehr viele Stunden dort verbringen und man ihnen daher sehr viel Werbung zeigen kann. Macht man die Rechnung auf, gibt es immer den Business Case dafür, dass man irgendwie schleichend Werbung auch für zahlende Kunden einführt. Einfach, weil es hochprofitabel ist.
Wahr. Heißt es muss “Du bist immer das Produkt, außer dahinter stehen Einzelpersonen ohne Organisation” heißen
“Das haben wir schon immer so gemacht.”, “Das haben wir noch nie so gemacht.”, “Das ist Industriestandard” und ähnliche Aussagen sinnvollen (technischen) Veränderungen im Weg stehen.









