• squirrel@cake.kobel.fyi
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    10
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    26 天前

    Mein ADHS scheint sehr “weiblich” zu sein, obwohl ich selbst nicht weiblich bin. In immer mehr solcher Artikel finde ich mich selbst wieder. Anpassung, Masking, Camouflaging, Burnout, Depression, Angst, Sucht.

    Die beiden Bücher von Angelina Boerger kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen. Gibt’s auch als Hörbucher von ihr selbst gelesen.

    • Cyberfuchs@discuss.tchncs.de
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      ·
      26 天前

      Geht mir auch so…bei Männern wird immer von zappelig, laut und aggressiv gesprochen. Das bin ich alles nicht. Ich fühle mich dabei manchmal nicht ernst genommen

      • squirrel@cake.kobel.fyi
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        7
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        26 天前

        Ich fühle mich dabei manchmal nicht ernst genommen

        Vor 20 Jahren hab ich schon bemerkt, dass irgendwas anders ist. Ärzte haben meine Beschwerden nicht ernst genommen, mich nur körperlich untersucht und mich “gesund” wieder nach Hause geschickt. Dann jahrelang wegen Depression in Therapien gewesen. Antidepressiva funktionierten nicht. Keine Therapeut*in kam auf die Idee dass es was anderes sein könnte. Für mich fühlte es sich immer an wie Symptombekämpfung und dass da irgendwas nicht passt.

        Von ADHS hatte ich selbst keine Ahnung, kannte nur eine hyperaktive Person die seit der Kindheit Ritalin nahm, aber so war ich ja nicht. Es brauchte es noch ne Angststörung, Panikattacken und nen kompletten Shutdown (tagelang nur liegen, kurzatmig, paar Schritte gehen waren schon zu viel). Dann wurde wieder alles körperlich durchgecheckt: kerngesund. Die ganze Zeit fühlte ich mich nicht ernstgenommen, hatte die Befürchtung dass die Ärzt*innen denken ich würde mir das alles nur einbilden.

        Und dann saß ich, 19 Jahre nachdem ich das erste Mal nicht mehr konnte, im Erstgespräch bei meiner jetzigen Therapeutin und nach 45 Minuten bestätigt sie die Angststörung und Verdacht auf ADHS. Danach dann Diagnose, Medikation und der ganze Kram. Ich wünschte man hätte mich vor 19 Jahren schon ernst genommen, das hätte mir einiges Leid erspart.

        • Senseless@feddit.org
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          3
          ·
          26 天前

          Kommt mir alles erschreckend bekannt vor. Auch wenn dir diese 19 Jahre nun niemand mehr zurückgeben kann und “was wäre wenn” Fragen nur zu unnötigen, da ohnehin nicht mehr änderbar, Grübeleien führt, freut es mich, dass du nun weißt was das Problem ist und somit auch aktiv Strategien dagegen entwickeln kannst.

        • Majoran@feddit.org
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          26 天前

          Wurde vor 2 Jahren mit 34 mit AuDHS diagnostiziert, seitdem habe ich für mein Leben mehr geschafft als die 20 Jahre zuvor. Es ist wie es ist; am Ende kann man immer schauen, wie man aus seinen Erfahrungen, positiven wie negativen, ein neues Kunstwerk erschafft.

          • squirrel@cake.kobel.fyi
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            26 天前

            Ich hatte schonmal überlegt eine Feddit-ADHS-Selbsthilfegruppe zu starten. Vielleicht auf Matrix oder so. Mit Textchat aber auch Voicechat. Hier gibt’s ja doch einige denen es ähnlich geht.

      • ein_tunichtgut@social.anoxinon.de
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        5
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        26 天前

        @Cyberfuchs @squirrel Der Pfuscher, der bei mir eine ADHS verneint hat, sagte mir, meine Zeugnisse seien zu gut gewesen in der Grundschule. Dass ich regelmäßig Thema in Klassen-Gesprächen stand natürlich nicht in den Zeugnissen, sondern “nur” im Fragebogen. Meine Mutter gab an, dass ich ein “normales Kind und kein Zappelphilipp” gewesen sei. Sie selbst habe in der Schule auch nie aufgepasst und immer Stress mit Lehrern gehabt und sie habe ja auch keine ADHS. 🙃

        • Björn@swg-empire.de
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          1
          ·
          26 天前

          Diese Konzentration auf die Kindheit regt mich auch auf. Wenn du deine Eltern nicht mit in die Diagnose einbinden kannst/willst kann bei dir keine vollständige ADHS-Diagnose gestellt werden.

          • ein_tunichtgut@social.anoxinon.de
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            26 天前

            @bjoern_tantau Also ich versteh das schon im Grunde. Es ist halt eine Entwicklungsstörung, die sich in der Kindheit manifestiert. Aber wenn halt die Angaben von Eltern gerade bei der Erwachsenen-Diagnostik null hinterfragt oder reflektiert werden, ist das schlechte Diagnostik, die man im Zweifel nicht wieder geradegebogen kriegt.

            Trotzdem ist der Punkt mega berechtigt, den Du anbringst. Ich weiß nicht genau, wie man das Problem lösen kann.

      • einkorn@feddit.org
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        4
        ·
        26 天前

        Jep, vor allem wenn dann noch mein Bruder daneben steht, der ein “klassisches ADHS Kind” ist.

    • Senseless@feddit.org
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      5
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      26 天前

      Same. Habe ein paar Freundinnen die diagnostiziert sind und erkenne mich da in ganz großen Teilen immer wieder. Wenn man halt nicht als “Zappelphilipp” gilt, wird das in der Kindheit gern übersehen.

      Es gibt zwar inzwischen einen Entwurf für eine neue Diagnoserichtlinie für ADHS, aber solang die nicht in Kraft ist, brauche ich keine weitere Diagnostik anstoßen.

  • Instantnudel@feddit.org
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    10
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    26 天前

    Dass Undiagnostiziertes ADHS Depression auslösen kann ist bereits seit Jahren bekannt. Und das hat erstmal garnichts mit dem Geschlecht zutun. Es ist nur so dass Männer meist ein Hyperaktives ADHS haben was halt von außen auffälliger ist. So fällt man seltener durchs raster. Passiert aber auch (hallo hier ich z.B.) und das ist exakt genauso scheiße. Jahrelang denkt man, man ist ein nutzloses stück scheiße. Man bekommt von allens seiten von überall gesagt man sei Faul. Obwohl man bereits seit Jahren selber versucht das zu fixen. Ich weiß noch wieviel scheiße ich versucht habe. Seit ich 12 bin ist mir selber bewusst dass es irgendein Problem gibt. Jahrelang all mögliches versucht. Nichts hat funktioniert. Und all die mühe die ich reingesteckt habe wird weggewischt, und man wird als Faul beleidigt. Faulheit wäre wenns mir egal gewesen wäre. Aber ich habs immer versucht. Unter verzweiflung und Tränen. Faul ist deshalb bei mir mittlerweile eine härtere Beleidigung als Hurensohn. Man kann mich mit allem bewerfen, ist mir egal. Aber es gab momente wo ich ehrlich Faul gesagt bekommen habe, und ich bin sofort in tränen ausgebrochen…

    Unentdecktes ADHS fickt das Selbstwertgefühl. Geschlechterunabhängig.

    • squirrel@cake.kobel.fyi
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      4
      ·
      26 天前

      Aber wirklich. Der Faulheitsbegriff ist bei ADHS vollkommen unangebracht. Hab mittlerweile ein bisschen über exekutive Dysfunktion gelernt, aber das schlechte Gewissen wenn man mal versucht Pause zu machen ist nach wie vor da.