• Quittenbrot@feddit.org
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    6 days ago

    Es gibt nicht nur “den rechtsextremen Osten” nicht, es gibt auch “den Osten” oder “die Ostdeutschen” als homogene Einheit nicht. Davon bewusst oder unbewusst auszugehen, ist ein Mechanismus, der von vielen Diskriminierungsformen bekannt ist.

    Das klingt so, als sei das Label ‘Ostdeutsche’ ein rein von außen aufgezwängtes. Das würde ich massiv bezweifeln. Genügend Leute aus dem Osten gefallen sich selbst sehr gut unter genau diesem Label. Ostalgie, verklärt-rosa Blick zurück, Simson-Romantik. Das sind doch echte Identitätsbausteine in der Region und keine Erfindung von außen. Gerade eben erst einen Kastenwagen gesehen, wo in der Frontscheibe ein Kennzeichen mit ‘OSTDEUTSCHLAND’ hing.

    • killingspark@feddit.org
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      6 days ago

      Genügend Leute aus dem Osten gefallen sich selbst sehr gut unter genau diesem Label.

      Und genügend Leuten geht das auch da auf die Nerven. Nur weil es Leute gibt die das Klischee erfüllen heißt das nicht, dass es gerechtfertigt wäre, alle die aus der Region kommen mit diesem Klischee zu verwechseln. Das gilt bei Ostdeutschen genauso wie bei allen anderen Klischees.

      • Quittenbrot@feddit.org
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        6 days ago

        Das ist völlig klar! Geht mir auch gar nicht darum, daran mitzuwirken, dieses Klischee weiter über ganz Ostdeutschland auszukippen, denn mich nervt das auch.

        Aber wie im Artikel so zu tun, als sei dieses “Ostdeutschland”-Label etwas, was Wessis den Ossis von außen als Makel aufzwängen, wird der Realität in der Region halt auch nicht (mehr?) gerecht. Da wird dieses Label durchaus selber stolz, natürlich auch verklärt, aber eben als Auszeichnung getragen und gepflegt. Es gibt mittlerweile ein ganz klares “Ost-Selbstbewusstsein”, und genau das bedient auch die AfD, wenn zB Wessi Höcke den Ostdeutschen erklärt, nur sie seien ja noch die “wahren Deutschen”.

  • ladicius@lemmy.world
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    7 days ago

    Auf einen Punkt möchte ich eingehen: Dass im Westen jeder Bürger Opfer der kapitalistischen Maschinerie und der sozialen Kälte in individualistischen Kulturen war und ist, wollten die Opfer im Westen nicht hören, und die zukünftigen Opfer im Osten auch nicht. Es hat die Ostdeutschen halt härter, weil unvorbereiteter, getroffen - im Westen hatte man sich damit schon leidlich arrangiert.

    Gruß geht raus an die CDU- und FDP-Wähler, die in den 80er Jahren dem Neoliberalismus und all seinen hässlichen Kindern nur zu gerne den Weg bereitet haben.

    • JensSpahnpasta@feddit.org
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      7 days ago

      Genau das - da wird dann so getan als hätten nach der Wende “die Westdeutschen” was gemacht, dabei waren das einige Raubtierkapitalisten, die auch fleißig in Westdeutschland gewütet haben. Und wenn man sich die Wanderungsbewegungen anschaut, dann ist das eh total irre - wir haben halt Millionen ursprünglich West- oder Ostdeutsche, die jetzt im anderen Teil wohnen und zig Millionen Kiddies, die in Gesamtdeutschland geboren wurden. Die Kiddies sind jetzt übrigens auch schon Ende 30.

        • JensSpahnpasta@feddit.org
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          7 days ago

          Der Mauerfall ist dann jetzt im Herbst 37 Jahre her. Wenn du dann noch berücksichtigst, dann man sich an die ersten Lebensjahre so überhaupt nicht erinnert bzw. dass man da fleißig mit in die Windel kacken und schreien beschäftigt war, so dass man nicht wirklich den Staat um einen herum mitbekommt, dann dürfte es keinen U40 geben, der die DDR noch bewusst miterlebt hat. Und diese Generation des “Berufsknick nach der Wende” ist dann halt auch jetzt mindestens 18 + 37 = 55 Jahre alt. Realistisch gesehen sind die ganzen Leute dann schon in Rente

          • Gieselbrecht@feddit.org
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            7 days ago

            Schön und gut aber du sprachst von Kindern, die im wiedervereinigten Deutschland geboren wurden - und davon werden die ersten am 3.10. 36 und das ist nicht Ende 30

  • Wrufieotnak@feddit.org
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    7 days ago

    Guter Artikel, auch wenn die absichtlich reißerische Überschrift hier vielleicht eher schaden tut. Aber gut, das ist eben der Stil von Volksverpetzer.

    • bennees@feddit.org
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      7 days ago

      Deswegen lese ich seit geraumer Zeit den Volksperpetzer nicht mehr. Sagen sie auch selbst, dass sie bewusst mit Clickbait arbeiten. Das nennt man dann selbst nicht Clickbait sondern “Erregungsrhetorik”.

      Ich glaube das es eher ein klassisches “preaching to the choir” medium ist. Ich glaube nicht das der Volksverpetzer ernsthaft Leute erreicht und überzeugt die mutmaßlich “on the fence” sind, geschweige denn Leute aus der rechten/schwurbler-bubble de-radikalisiert oder aus deren Bubble bringt.

      Die Inhalte werden doch wahrscheinlich eher meistens von Leuten konsumiert und verbreitet die es nicht nötig haben weil eh schon demokratisch bis links aufgestellt.

      • Wrufieotnak@feddit.org
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        7 days ago

        Gerade dieser Artikel ist aber eher an die eigene Kundschaft gerichtet.

        Keine Ahnung ob die sonstigen Artikel ihr erhofftes Ziel erreichen.