• Obin@feddit.org
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    2 days ago

    Ich habe damals im Schulsport wichtige Dinge gelernt, dass:

    • man komplett unsportlich ist, wenn man nicht gut in Sportsball und/oder schnell/weit Laufen und/oder weit/hoch Springen ist.
    • es insbesondere beim Fußball auf Leben und Tod ankommt und ein versemmelter oder versäumter Pass hin zum selbsternannten Kreisliga-Tsubasa eine Todsünde ist für die man mindestens drei Millennia Fegefeuer stehen.
    • gut im Turnen sein nicht zählt und nur ein weiterer Indikator für Unsportlichkeit ist, weil sonst bräuchte man diesen Mädchensport nicht um die Noten der Versager aufzuwerten.
    • wer unsportlich ist, quasi lebensunwertes Leben ist und jedwede Beleidigung und Hass verdient den er bekommt.
    • Sportlehrer (anekdotisch 5/6) diese Ansichten teilen und das resultierende Mobbing begrüßen, wenn sie nicht direkt selbst mitmachen.

    Das Trauma hat mich dann ca. 20 Jahre meines Lebens Sport verfluchen lassen, in dem Glauben ich wäre unsportlich und mit emotionaler Abwehrhaltung beim bloßen Gedanken daran. Als ich das Trauma dann mal verarbeitet hatte wurde mir klar, dass ich Bergwandern liebe, überall hin mit dem Fahrrad fahre und dabei relativ gute Kondition habe, leidenschaftlich Skifahre (bzw. als das noch nicht unbezahlbar war), und die Schulsport-Psycho-Definition von Sportlichkeit mich mal am Arsch lecken kann.

    • kossa@feddit.org
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      ·
      2 days ago

      Du hast noch vergessen, dass man außerdem lernt, dass man (meistens Mädchen) zur Hilfestellung einfach an den Po fasst. Auch nicht vorher fragen oder so, einfach machen. Das ist ganz normal und macht nichts.

    • Aniki@feddit.org
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      2 days ago

      wer unsportlich ist, quasi lebensunwertes Leben ist und jedwede Beleidigung und Hass verdient den er bekommt.

      das wurde bei uns im sportunterricht auch so kommuniziert (zwar nicht mit worten aber doch deutlich)

    • Pantherina (he)@feddit.org
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      2 days ago

      Oh mein Gott, noch jemand der Ballsport hasst und Turnen mag!

      Und dabei ist Turnen super geil und voll wichtig für die Körperkontrolle etc. Wesentlich sinvoller im Alltag, als nen Ball durch die Gegend schießen zu können.

      Laufen und Springen fand ich nach ner Weile auch okay, aber Turnen (und Parcour halt) immer am Besten.

      Lustigerweise haben sie genau das paar Jahre später ausgesetzt “weil die Grundsportlichkeit fehlt”, komplett absurd.

      Man muss aber auch sagen, dass beim Turnen auch Leute schikaniert wurden, zB schwere Menschen die nicht gut springen können.

      • Obin@feddit.org
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        2 days ago

        Oh mein Gott, noch jemand der Ballsport hasst und Turnen mag!

        Das hab ich so nie gesagt.😆

        Ich mochte es nicht, aber ich war gut darin. Eben größtenteils besser als die Fußballer, insbesondere die Aushilfs-Ronaldos, deren Ego das irgendwie rechtfertigen musste, dass “der Unsportliche” in etwas besser ist als sie.

        Denke im Nachhinein, dass meine Situation ist, dass ich sehr ineffizient renne, aber gute Muskulatur und Körperspannung habe. Ich bin in der Zeit auch viel geschwommen, aber das wäre mir damals auch nie eingefallen das unter “Sportlichkeit” zu verbuchen. Beim Bodenturnen konnte ich ein Rad schlagen, was mir immer die regulären Bodenturnnoten erspart hatte (Rad schlagen war über ca. 3 Schuljahre der Shortcut zur 1). Und beim Geräteturnen konnte ich meistens jeweils das Maximum an vorgegebenen Übungen am Barren und Reck wiedergeben. Was ich wieder nicht konnte war Springen über Bock, Kasten usw. mit dieser Sprungfeder halt. Eben weil man da wieder rennen musste und den Absprung koordinieren.

        Auch heute meide ich eigentlich alles was mit Laufen zu tun hat. Gehen ist wieder was anderes, am liebsten Bergauf und über Gelände, aber beim Laufen bin ich nach 100m aus der Puste und habe Seitenstechen. Evtl. zum Zug, aber nur wenn es wirklich, wirklich nicht anders geht. Rennen war aber halt über alles Zusammengefasst gut 75% der Sportnote damals.

        Man muss aber auch sagen, dass beim Turnen auch Leute schikaniert wurden

        Das haben sich natürlich die Sportnazis trotzdem nie nehmen lassen sich auch dort über alle lustig zu machen, die schlechter abschnitten als sie.

      • SpongyAneurysm@feddit.org
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        2 days ago

        Turnen war in meiner Schulzeit das Schlimmste.

        Das Reck war für mich einfach nur ein Foltergerät.

        Aber kommt halt echt auf das System, die Lehrkräfte und auch die Mitschüler an. Alle 3 können einem jeden Sport versauen, wenn sie es darauf anlegen.

  • smokeysnilas@feddit.org
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    2 days ago

    Schulsport ist mal ein netter Ausgleich damit die Kids ihren Bewegungsdrang ausleben können wenn sie den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Mehr aber auch nicht, das in irgendeiner Form mit Zwang und Leistungsanspruch zu verbinden ist vollkommen daneben. Haben meine Lehrer aber damals zum Glück auch so gesehen. Ich kann mich erinnern dass ein Schüler den größten Teil des Halbjahres im Gips war und einfach seine letzte Note von davor nochmal bekommen hat. Und für mich war das jetzt auch kein Quell von Freude aber ich konnte das immer easy absitzen.

    • Obin@feddit.org
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      2 days ago

      Ich kann mich erinnern dass ein Schüler den größten Teil des Halbjahres im Gips war und einfach seine letzte Note von davor nochmal bekommen hat.

      Ich hatte mir mal (6. Klasse) am Anfang der Unterrichtsstunde die Ferse gebrochen (von der Sprossenwand gesprungen und komisch aufgekommen) und versucht dem Lehrer zu kommunizieren, dass ich mich verletzt habe und nicht mitmachen könne, weil ich gar nicht auftreten konnte. An dem Tag war aber 100m-Sprint angesagt, und der Lehrer meinte, “Das gibt sich schon wieder, wenn du erst mal aufgewärmt bist”. Hab dann nach ein paar Metern aufgegeben und Tränen in den Augen vor Schmerzen. Lehrer meinte das wäre jetzt Unterrichtsverweigerung und er trägt das für den Klassenleiter ein, aber dann solle ich mich halt an den Rand setzen und nach meiner Mama heulen. 🤷

      Nächste Stunde war ich dann mit dem Gips im Unterricht und er meinte nur trocken, “oh, war es wohl doch schlimmer als gedacht”. Die Noten musste ich natürlich nachmachen, da hat er sich eine ganze Unterrichtsstunde Zeit genommen während die anderen Fußball gespielt haben.

      Wir hatten auch immer wieder Leute die sich übergeben hatten oder einfach umgefallen sind, z.B. beim Cooper-Test bei 30°C (das hat der sich immer extra so ausgesucht).

      • smokeysnilas@feddit.org
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        23 hours ago

        Übel, kann man seinen Kindern nur mitgeben solche Dinge zu erzählen und dann muss man halt eskalieren, organisieren das andere Kinder bezeugen und zur Schulleitung oder zum Träger gehen. Oder halt nen Schrieb vom Arzt mitgeben immer.

        “Unterrichtsverweigerung” ist das denn bei Sport überhaupt schlimm? Was passiert denn mit ner 6 in Sport, kann man deswegen sitzen bleiben oder so?

        • Obin@feddit.org
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          16 hours ago

          Man konnte meiner Erinnerung nach wegen einer 6 in Sport an meiner Schule (Gymnasium, Bayern, ~2000) nicht sitzen bleiben, auch nicht z.B. wegen Musik oder Kunst.

          Und die “Unterrichtsverweigerung” hier dem Klassenleiter zu melden war schon die “milde” Reaktion, weil es sonst dafür direkt Verweise gab (und drei Verweise = von der Schule geschmissen). Ich hab das einmal erlebt, dass eine Kunstlehrerin (Kunst war da ähnlich Leben und Tod wie Sport) einen Verweis ausgestellt hat, weil ein Schüler meinte “mein Bild ist fertig” (Bild war fertig) und die Lehrerin meinte “man kann immer noch was verbessern”, aber der Schüler dann nicht weiter gemalt hat.

          kann man seinen Kindern nur mitgeben solche Dinge zu erzählen und dann muss man halt eskalieren

          Plot-Twist: Der Klassenleiter war auch Sportlehrer, auch wenn wir ihn in anderen Fächern hatten, also das hätte nichts gebracht. Direkt zum Schulleiter, ja, vielleicht… aber welcher 12 Jährige macht das denn? Glaube meine Eltern hatten das dann mal beim Elternabend angesprochen, aber hatte keine Konsequenzen. Sportlehrer haben sowieso irgendwo Narrenfreiheit hab ich das Gefühl, gerade weil es halt “um nichts geht”. Ich hatte einmal einen Sportlehrer der war schwerer Alkoholiker, saß immer auf den Tribünen und hat sich den Flachmann rein gekippt während die Schüler irgendwas gemacht haben. Und das wussten alle an der Schule. 🤷 (aber sonst bester Sportlehrer, weil kein Sadist und Sozialdarwinist)

  • benjirenji@slrpnk.net
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    10
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    3 days ago

    Der Schulsport wurde damals unter anderem dazu eingeführt um Rückenprobleme bei jungen Erwachsenen vorzubeugen. Was wir jetzt in unseren 30ern und 40ern erleben, gab es da schon bei Leuten in den 20ern.

    Ich glaube die Grundprobleme sind nicht wirklich gelöst. Nach wie vor sitzen wir zuviel und unsere Haltung ist mit dem aufs Handy Starren auch nicht besser geworden.

    Ich finde es super wie fit die Schweizer sind und Gäste aus dem Ausland bemerken immer wieder wie viele aktive alte Leute sie in der Öffentlichkeit sehen während die zuhause in ihrem Land in dem Alter irgendwo in einem Zimmerchen versauern. Meiner Meinung nach wird dieser Grundpfeiler früh gesetzt.

    • Aniki@feddit.org
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      2 days ago

      Meiner Meinung nach wird dieser Grundpfeiler früh gesetzt.

      ja, durch spielplätze vor allem. klettergerüste für 5-jährige usw sind sehr effektiv darin leute früh ein körpergefühl zu vermitteln, samt gleichgewichtssinn, spaß an bewegung lernen usw.

      sportunterricht in der schule ist was ganz was anderes weil leider meistens viel zu streng benotet wird usw. viel gelaufen wird aber zu wenig gespielt wird.

      • benjirenji@slrpnk.net
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        2 days ago

        Spielplätze sind gut und wichtig, aber nicht obligatorisch. Bei der Benotung bin ich einverstanden dass das zu streng sein kann.

    • JensSpahnpasta@feddit.orgOP
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      3 days ago

      Hast du dazu eine Quelle zu den Rückenproblemen? Im Endeffekt gibt es ja Schulsport schon lange, bevor er solche Themen irgendwie ernst genommen hat und damals sollten die Leute ja einfach nur aufs Militär vorbereitet werden.

      • benjirenji@slrpnk.net
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        3 days ago

        Ich hab eine Abschlussarbeit dazu geschrieben… vor über 20 Jahren. Damals sogar noch in der Bibliothek recherchiert. Kann mich leider nicht mehr an die Titel erinnern. Rückenprobleme waren aber sicher schon länger ein Thema, aber vermutlich noch nicht beim militärischen Vorbereitungssport des 19. Jahrhunderts aber definitiv bei der Modernisierung vor 60 Jahren.

  • Aniki@feddit.org
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    2 days ago

    ich bin der meinung man sollte sport vielleicht die erste stunde des tages machen? also von 08:00 - 09:00. und wer am vormittag nicht kommt macht es eben am nachmittag stattdessen (letzte schulstunde). das hätte den vorteil dass jugendliche besser ausschlafen können. es gibt so viele studien darüber wie wichtig länger schlafen für jugendliche wäre.

  • A_norny_mousse@piefed.zip
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    4 days ago

    Ich hab vor langer Zeit mal gelesen dass ein Chemieprofessor mehr Schulsport forderte weil seine neuen Studenten körperlich nicht in der Lage sind ein Experiment über mehr als X Stunden hinweg zu überwachen.

  • the_strange@feddit.org
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    3 days ago

    Als sehr sportlicher Jungendlicher - ich habe damals wahrscheinlich 8 Stunden pro Woche im Durchschnitt in meiner bevorzugten Sportart trainiert und dazu kommt nochmal einiges an Fahrradkilometern pro Woche - fand ich Schulsport immer total nutzlos. Um sich richtig in einer Sportart zu vertiefen oder etwas thematisch neues auszuprobrieren ist keine Zeit, also hat man einfach 90 Minuten irgendwas-Ball gespielt. Das hat meinem persönlichen Trainingsplan mehr geschadet als geholfen und entsprechend schlecht war ich in irgendwas-Ball auch. Den weniger fitten Schülern ging es meiner Erinnerung nicht viel anders, um in irgendwas-Ball mitzuspielen ist eine gewisse Grundfitness vorausgesetzt. Die Einzigen, die das gut fanden, waren die, die schon freizeitlich selbst viel irgendwas-Ball gespielt haben.

    Darauf bauen die Lehrer dann eine Leistungsbewertung auf? Ich war fit aber mies in irgendwas-Ball, habe meine 1-2 bekommen, die weniger fitten eine 3-4 obwohl sie genauso mies waren. Von Fairness kann hier keine Rede sein.

    Mit 90 Minuten pro Woche bekommt man auch keine Grundfitness aufgebaut. Dafür braucht man täglich etwas Bewegung und eine einigermassen gesunde Ernährung. Da sollte man die Zeit im Schulsport lieber nutzen, um diese Dinge zu fördern oder zu lehren.

    • Tartufo@lemmy.world
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      3 days ago

      Als eher weniger sportlicher Schüler:

      Mir hat Schulsport eher die Lust daran genommen mich mehr zu bewegen oder mit einer Sportart auseinandersetzen, weil egal wie ich mich angestrengt habe: ich wurde halt nicht wirklich besser und die ganze Wettkampscheiße, die meine Lehrer gern abgezogen haben, haben mir den letzten Spaß geraubt. Ausdauer beim Laufen ist halt auch so ne Sache, wenn man nach 5min keine Luft mehr bekommt, weil gefühlt der eigene Hals in Flammen steht und durchs atmen noch mit Schmirgelpapier bearbeitet wird aber man auch irgendwie wohl kein Asthma hat?

      Rein kooperative Sachen hätten das Potential schöner zu sein, aber sowas wird ja nicht nur nicht gemacht, da werden dann auch wieder Schüler, die von den Klassenkameraden ausgegrenzt werden, nur negativ bewertet weil “integrier dich halt”. Wie denn bitte, wenn man mich nicht lässt? Soll ich zu Brunhilde gehen und ihr den Ball aus der Hand reißen, damit ich ihn mal wem zuspielen kann oder was?

      Schwimmen mochte ich immer recht gern, aber mit der Schule war ich halt auch (im Nachhinein zum Glück, da Noten zu bekommen hätte mir das relativ sicher komplett ruiniert) nie im Schwimmbad.

    • JensSpahnpasta@feddit.orgOP
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      3
      ·
      3 days ago

      Ich habe es erst ja nach der Schule bemerkt, als ich dann selber Interesse am Sport gefunden hatte, wie bizarr der Sportunterricht in diesem Bereich ist. Man braucht für bestimmte Dinge schlicht und einfach Muskeln. Du kannst nicht einfach so aus dem Nichts hochspringen. Du kannst auch irgendwelche Barrenturngeschichten oder den Felgaufschwung schlicht und einfach physikalisch nicht machen, wenn du nicht die Muskeln dafür hast oder ein entsprechendes Körpergewicht. Das sind Dinge, die man trainieren muss.

      Gleichzeitig sind es aber natürlich auch Dinge, die man schlicht und einfach im Schulsport nicht trainieren kann. Man kann theoretisch eine gewisse Cardiofitness aufbauen und dann nach dem Schulsport eine Runde joggen gehen. Aber Sachen wie Barrenturnen oder ähnliches muss man wirklich trainieren und dafür brauchen wir die Geräte. Die man nicht hat. Und in den 90 Minuten darf dann jeder 2x oder 3x ans Gerät und da kommt natürlich nichts bei rum. Wenn man einfach dann die Schüler spontan Kugelstoßen machen lässt, ist vollkommen klar, dass bestimmte Leute es nicht können, weil sie einfach die Muskeln dafür nicht haben. Und auch wenn jetzt diverse Leute schreien, es ist Teil der körperlichen Autonomie, die jeder Mensch besitzt, dass er sich vielleicht nicht Muskeln zum Kugelstoßen aufbauen möchte.

      Und dann gab es noch dieses schöne Thema Ballsportarten, das du ja auch schon angesprochen hast. Das hat bei uns absolut nicht funktioniert, weil es bei den üblichen Sportarten immer die Leute kam, die das im Verein spielen. Natürlich können die drei oder vier Leute, die Handball oder Fußball im Verein spielen. Die ist deutlich besser als alle anderen, denen noch nicht einmal grundlegenden Taktiken erklärt werden. Das führt dann dazu, dass die Profis, die Amateure einfach grundlegend nass machen und das führt auch nicht unbedingt zu einer Begeisterung an der Bewegung.

    • JustTesting@lemmy.hogru.ch
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      2 days ago

      Ich hatte am Gymnasium die Möglichkeit, in den Fitnessraum zu gehen anstatt irgendwas-Ball zu spielen. Das hab ich sehr genossen. Und für die Lehrerin auch gût, dann musste sie sich nicht mit unmotivierten Kids rumschlagens.

      Und ich war jetzt auch keine Sportskanone oder so, aber fitness mach ich 20 Jahre später immer noch und bin fitter denn je. Denke, das hat schon geholfen, etwas Interesse und eine Gewohnheit zu schaffen.