Die Grünen wollen den Benzinverbrauch senken und setzen dabei auf das Reizthema Tempolimit. Beim Thema Klimaschutz wird Katharina Dröge deutlich: Das Problem sei Wirtschaftsministerin Reiche.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag, Katharina Dröge, fordert ein flächendeckendes Tempolimit in Deutschland. “Das Tempolimit wäre richtig. Das sollte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche jetzt machen. Es würde die Menschen vor mehr Verkehrsunfällen schützen und es wäre gut für den Klimaschutz”, sagte Katharina Dröge in der ntv-Sendung Frühstart. Angesichts einer drohenden Energiekrise betonte sie den durch ein Limit geringeren Spritverbrauch. Das Tempolimit habe einen “dreifach positiven Effekt”.
Wieder diese Scheiße. Tempolimit macht im unteren 1-stelligem Bereich vielleicht was aber für ganz viel politische Energie. Es wäre als ob man eine ganze Bahn dazu benutzen würde ne Murmel vom Berg zu schieben um unten ein Haus zu zerstören. Und die ganze Zeit steht ein Abrissbirne daneben.
Setzt euch doch für etwas größeres ein dass politisch konsensfähiger wäre. ÖPNV-Ausbau, Fahrradnetzausbau, Haussanierung, Förderung von Home-Office, größere Umweltzonen in Städten, staatlich subventionierte Leihautos mit Anreiz zur Abgabe des eigenen Autos und zur Mitfahrermitnahme, usw.
Gibt den Menschen einen Grund um generell weniger oder mindenstens zusammen Autofahren zu wollen. Eltern-taxis zum Beispiel sind so ein Unsinn: da könnte stattdessen Büsse die Kinder fahren. Statt 5-10 Minuten mit dem Auto zum ALDI zu fahren weil man wöchentlich einkauft könnte man, wie in den Niederlanden, diese bereitgestellten Transportfahrräder benutzen.Die CDU auf die Palme bringen macht Spaß und bringt einem Medienzeit, aber es scheint mir so als ob die Grünen echt nur dazu gut wären. Jetzt wäre es eigentlich der perfekte Zeitpunk um über Themen zu diskutieren oder Dinge zu fordern die einen breiten Konsens haben aber stattdessen kommen die mit sowas daher. So kleingeistig.
Setzt euch doch für etwas größeres ein dass politisch konsensfähiger wäre.
Tempolimit ist von der Mehrheit befürwortet und kostenneutral.
Und egal was man sonst vorschlägt, was fossile Energie spart, die Rechten und Rechtskonservativen Parteien werden es blockieren, das machen sie ja schon die ganze Zeit.
Tempolimit ist von der Mehrheit befürwortet und kostenneutral.
Es ist umstritten in der ADAC mit 53% dafür. Laut Statistika (keine Ahnung was ihre Quelle ist) sind 64% dafür und der Rest dagegen.
Mehrheit =/= Mehrheit, vor allem bei so einem Thema. Und Konsens wird in der Politik gesucht, eher nicht bei der Bevölkerung.
Und wie gesagt, es gibt viele bessere und konsenzfähigere Themen worauf die Grünen pochen könnten.
Eigentlich schade, dass die Grünen sich dazu äußern. Sie wissen eigentlich so oder so, dass die Regierung das Tempolimit nicht einführen wird, weil die Grünen das jetzt fordern. Wenn die Regierung es einführt, dann, weil sie von den äußeren Umständen gezwungen werden.
Dann kann man aber auch das Reizthema vermeiden und einfach abwarten bis die Realität dem Merz an den Eiern zwickt.
So funktioniert politische Arbeit nicht. Opposition soll und muss kritisieren. Und die Grünen könnten es sich auf die Fahnen schreiben, wenn sie Druck machen bei diesem Thema. Wenn nicht, könnten sie es nicht für sich reklamieren und würden kritisiert.
Richtig ist eher: Es wird sowieso nicht kommen. Wieso Leute aufbringen?
Weil die inhaltlich bereits geklärt sind, eine Entscheidung getroffen wurde und die Möglichkeit hatte diese selbst in Regierungsverantwortung zu beeinflussen. Man begibt sich in die Position des Quenglers, der mit einer Entscheidung nicht zufrieden ist.
Auch passive Befürworter reagieren auf das Thema bereits genervt.
Da stimme ich Dir zu. Bei diesem Thema sind die inhaltlichen Positionen geklärt. Die Anzahl der Bürger, die hierzu noch keine eigene Meinung gebildet haben ist enorm gering. Die Anzahl der Bürger, aller Meinungen, reagieren genervt und erwarten eine Entscheidung. Sie begeben,sich in die Position der Quenglers. Genauso könnte die CDU/CSU eine Autobahnmaut kombiniert mit einer Kfz-Steuer-reduzierung erneut zu Diskussion stellen.
Dann dürften die Grünen gar nichts mehr fordern und könnten sich auflösen. Ist ja wohl auch nicht richtig, oder?
Nein, aber manchmal kannst du den politischen Gegner auch die Kröte alleine schlucken lassen
Machen wir 160 und gut ists
Es wäre so fucking funny, wenn Merz das Tempolimit einführen müsste.
only nixon could go to china
Autofreie Sonntage wie in den 70ern wann? :D
Edit:
In der Bundesrepublik Deutschland wurde als direkte Reaktion auf die Krise ein Energiesicherungsgesetz erlassen, auf dessen Grundlage an vier autofreien Sonntagen, beginnend mit dem 25. November 1973, ein allgemeines Fahrverbot verhängt sowie für sechs Monate generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen (100 km/h auf Autobahnen, ansonsten 80 km/h) eingeführt wurden.[19] Diese Maßnahmen hatten nicht nur das Einsparen von Öl zum Ziel, sondern auch, der Bevölkerung den Ernst der Situation nahezubringen.[20] Der Spareffekt der autofreien Sonntage war tatsächlich nur gering. 1974 musste die Bundesrepublik für ihre Ölimporte rund 17 Milliarden DM mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Dies verstärkte die Wirtschaftskrise und führte zu einem deutlichen Anstieg von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Sozialausgaben und Insolvenzen von Unternehmen. (Aus dem Wiki-Artikel zur Ölpreiskrise)
Das wird sicher noch lustig. Aber die CDU ist ja bekannt was von Wirtschaft zu verstehen, die wird uns da sicher gut durchbringen. /s
Autofreie Sonntage wie in den 70ern
Das war damals richtig richtig schön für alle, die damals Kinder waren!
Ich bin für Autofreie Sonntage in Form der Sperrung bestimmter Hauptstrassen in Großstädten, und Freigabe für den Radverkehr, Scooter und Skateboards.
Etwa so wie hier in Bogotá, 8 Millionen Einwohner, auf der Hauptader Carrera Séptima.
Früher war alles besser!
Da ich gern Fahrrad fahre und auch gern am Leben bin, bin ich persönlich sowieso auch für 70 auf Landstrassen ohne Radweg und 30 auf allen innerörtlichen Strassen mit Ausnahme von Schnellstrassen und Kradtfahrzeugstrassen. Und 20 auf Fahrradstrassen.
Aber wild ist die ganze Diskussion ja auch deswegen, weil es eine Mehrheit für ein Tempolimit gibt. Genauso wie eine demokratische Mehrheit Klimaschutz befürwortet.
Und 20 auf Fahrradstrassen.
Wieso ausgerechnet dort, wo sicheres Überholen anderer Radfahrys möglich ist, den Radverkehr ausbremsen?
Also, ich wohne in einer süddeutschen Grossstatt, und hier kann man nirgendwo sicher überholen, weil die Radwege handtuchschmal sind, teilweise Gegenverkehr in der Innenstadt haben, und Fahrradstrassen so zugeparkt sind dass es schon bei ner Begegnung von Lastenrad und Normalradler sehr eng wird.
Es gibt trotzdem ein paar Leute ohne soziale Instinkte, die meinen mit dem Rennrad an Sommertagen an der innenstädtischen Isar lang trainieren zu müssen… das ist das andere Problem, dass manche Leute halt so asozial Fahrrad fahren, wie sie sonst vermutlich Auto fahren. Ist auch ein Kulturproblem, kein reines Fahrzeugproblem.
Nicht zuletzt drücken konkrete Massnahmen zum Einsparen von Öl und Gas auch Solidarität mit den hunderten von Millionen Menschen in Südostasien aus, die von wirtschaftlichen Zusammenbruch, Nahrungsknappheit, und ganz real im Sommer von katastrophalen lebensbedrohlichen Hitzewellen und Zusammenbruch des teils noch mit Öl gepowerten Stromnetzes - und damit Verlust von lebenserhaltender Klimatisierung - bedroht sind.
Ich weiss, dass “Solidarität” im Vokabular von Nazis und vermutlich Personen wie Reiche ein feuchter Witz ist.
Für mich ist aber Solidarität ein Ausdruck von Menschenwürde und Selbstachtung. Nicht der Menschenwürde der Leute in Südasien, sondern meiner eigenen. Helfen zu können und es nicht zu tun ist nicht besser, als einem Verhungernden das Butterbrot wegzunehmen , oder einer armen alten Frau die Handtasche zu rauben um ne Buddel Schnaps zu kaufen.
“Die Würde des Menschen ist unantastbar” heisst für mich auch, ich will vertreten werden von einer Regierung für die Solidarität eben kein feuchter Witz ist.
Also so richtig das mit dem Tempolimit auch alles ist, die Grünen dürfen sich jetzt nicht nur darauf einschießen sondern müssen mit voller Breitseite den gesamten Irrweg der energiepolitischen Agenda dieser Regierung ad absurdum führen.
Nur so lässt sich schlimmeres noch verhindern.
AbEr DiE fReIHeIt!!!
(die, die 2,20€ pro Liter kostet)
Es gab auch mal die Freiheit, seine Pisse im Nachttopf vors Fenster in die Gasse zu kippen. Das hat nicht nur gestunken wie die Hölle sondern den Europäern des 17./18./19. Jahrhundersts massive Cholera-Epidemien beschert.
Als das geändert wurde, gab’s bestimmt auch ein paar “Querdenker”, die dagegen waren.
“Bitte ab Donnerstag nicht mehr in den Bach scheißen. Freitag wird Bier gebraut.”





