Na klar, ich geh mit Hautproblemen immer zuerst zum Hausarzt. Bein gebrochen? Hausarzt. Irgendwas an den Augen? Hausarzt. Asthma? Hausarzt. Depressionen? Hausarzt. Zahnschmerzen? Hausarzt. Mein Hund braucht ne Impfung? Richtig. Hausarzt. Mein Handy ist kaputt? Auch Hausarzt.
Vielleicht sollte dann jedes Haus einen Hausarzt haben. So heißt der ja schließlich auch.
Dein Beitrag zeigt leider, warum das hoch bzw runterwählen von Kommentaren leider nicht wirklich hilfreich ist, da populäre aber inhaltlich falsche Beiträge fast immer ganz oben landen.
An deinem Kommentar ist leider so ziemlich alles falsch. Zunächst - alle Probleme die du ansprichst (zumindest die ernsthaften) kann ein qualifizierter Hausarzt oder ein MVZ problemlos abdecken.
Hautprobleme? 95 % davon wird ein Allgemeinmediziner abdecken können und die 5 % bei denen irgendeine erst- oder Zweitlinientherapie versagt haben, gehen dann eben zum Spezialisten.
Ein gebrochener Knochen kann in vielen Fällen (ZB Handfrakturen) durch konservative Ruhigstellung mit oder ohne vorherige Reduktion mit minimalen Aufwand versorgt werden und dann nach Tagen oder Wochen vom Orthopäden begutachter werden. Machen medizinische Versorgungszentren auf der ganzen Welt so. Der komplexe oder gefährliche Bruch läuft ehh fast immer in der Notaufnahme auf.
Asthma 98 % Leitlinientherapie nach Schema F. Kann jeder Allgemeinmediziner und halt die komplexen Fälle für den Spezialisten frei.
Depressionen. Selbes in grün mit leicht anderem Prozentwert.
Zahnbeschwerden sind Domäne der Zahn- nicht Humanmediziner.
In Deutschland wird ein System am laufen gehalten mit überbordender Spezialisierung weil Patienten glauben alles besser zu wissen als Angehörige der Heilberufe. Das sorgt auch dazu das niedergelassene Spezialisten mit komplexen Fällen überfordert sind, da sie nahezu die ganze Zeit unterkomplexe Standardfälle behandeln, denn Oma Gertrude glaubt, dass sie mit einem Vorhofflimmern, Diabetes oder COPD ja keineswegs zum Hausarzt gehen kann, sondern rennt alle 3 Wochen zu unterschiedlichen Spezialisten die im besten Fall noch die Leitlinientherapie machen, die Medizinstudenten im 5. Semester schon auswendig runterbeten können.
Dadurch ist das Gesundheitswesen unnötig teuer, komplex zu navigieren und Ressourcen werden völlig falsch verteilt was überall entlang der Kette für Reibung sorgt. Aber immerhin hat man ja die “Wahlfreiheit”. Für was auch immer.
Quelle: selber Arzt und habe in diversen Ländern gearbeitet.
Na ja, der Begriff Hausarzt kommt eigentlich daher, dass der Arzt ins Haus kommt, wenn eine Person krank ist. Das machen die ja heute auch nur noch in den seltensten Fällen.
Das hätte den Vorteil, dass dieser keine teure Praxis bezahlen müsste. Zusammen mit dem Vorschlag die telefonische Krankschreibung abzuschaffen würden das ein ganz andere Perspektiven geben. Möglicherweise sollten wir die Unterscheidung Hausarzt und Allgemeinarzt in dem IMHO überegulierten und sehr komplexen System noch weiter vorantreiben. VIelleicht benötigt man hierzu such keinen Arzt und man könnte auch angehenden Ärzten im PJ preisgünsig eindetzen. /s
Ich hoffe keiner überließ dad “/s”.
VIelleicht benötigt man hierzu such keinen Arzt und man könnte auch angehenden Ärzten im PJ preisgünsig eindetzen. /s
Die muss man ja noch nicht mal bezahlen. Man darf sie sogar nicht mal richtig bezahlen. ¹
¹ § 3 Abs. 4 ÄApprO „[…] Die Gewährung von Geld- oder Sachleistungen, die den Bedarf für Auszubildende nach § 13 Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2 Nummer 2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes übersteigen, ist nicht zulässig. […]“ (eigentlich soll die URL direkt auf die entsprechende Passage verlinken, aber Lemmy verhunzt leider die URL).
Das ist schon ne dumme Sache. So als Patient kann ich in vielen Fällen durchaus einschätzen, welcher Facharzt bei meinen Beschwerden helfen könnte, und wenn nicht geh ich eh zum Hausarzt. Wenn man immer erst zum HA gehen muss, belastet das nur nich mehr die ohnehin schon überlasteten hausärztlichen Praxen.
Die Union macht mal wieder einfach nicht das, was sinnvoll wäre, sondern verlagert Probleme auf andere Stellen, die selber an den Grenzen ihrer Kapazitäten operieren.
Und die nächste Maßnahme, um Ärzteüberlastung durch zusätzliche erzwungene Arztbesuche zu verringern.
Ist das noch Satire oder schon anhaltender Wahnsinn?
Ah, Gatekeeping und mehr Bürokratie, der atemfrische Duft von CxU.






