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Die Schweizer Post fürchtet sich vor einer Lawine gefälschter Briefmarken. Sie hat deshalb Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft eingereicht.

Die nationalen Straffahnder sollen „Fälschungen von hoher Qualität“ ahnden, die „vermutlich in China … in grosser Zahl“ hergestellt und „über AliExpress zum Verkauf“ angeboten würden.

Die Anzeige vom September richtet sich gegen eine „Unbekannte Täterschaft“. Die Strafbehörde soll die Täter zur Strecke bringen und dafür sorgen, dass blockierte Briefmarken „zur Vernichtung eingezogen“ würden.

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Blockieren konnte die Post respektive der Schweizer Zoll Marken im Wert von lediglich 188’000 Franken. Man gehe davon aus, dass die „gesamthafte Anzahl der ausgelieferten Briefmarken weit höher“ liege, so die Post in ihrer Strafanzeige.

Der insgesamt „entstandene Schaden kann noch nicht beziffert“ werden, hält die Post gegenüber der Bundesanwaltschaft fest.

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„Im Spätsommer 2025 wurden diverse Importsendungen mit gefälschten Briefmarken beim Zoll sichergestellt“, bestätigt eine Post-Sprecherin auf Anfrage den juristischen Vorstoss.

Man habe damals eine erste Strafanzeige eingereicht. „Seither erfolgten und erfolgen fortlaufend weitere Strafanzeigen immer dann, wenn wir auf Fälschungen aufmerksam werden.“

Ein Sisyphos-Job. „Bei Briefmarken, die von inoffiziellen Händlern erworben wurden, kann es sich um Fälschungen handeln. Vorsicht ist insbesondere bei Angeboten unter Frankaturwert und bei Angeboten aus dem Ausland geboten.“

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