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Die Verbände werfen Weimer vor, er lasse es an tieferem Verständnis für KZ-Überlebende missen. „Mehrfach“ habe er ein Zitat von Heinrich Heine benutzt: „Der Taufzettel ist das Entréebillett zur europäischen Kultur“. Das wiederum bedeute „für viele der ehemaligen Häftlinge des Lagers Buchenwald – und auch uns als Nachkommen und politischen Nachfolgern von Überlebenden, dass wir aus Ihrer Sicht nicht zum Bereich der europäischen Kultur gehören“, heißt es in dem Brief.
Heine hatte sich im Juni 1825 in Heiligenstadt taufen lassen, um als Rechtsanwalt arbeiten zu können, (was Juden zu der Zeit nicht erlaubt war). Er schlug dann jedoch einen anderen Berufsweg ein und bekannte schon ein paar Monate nach der Taufe: „Ich bereue sehr, dass ich mich getauft hab‘.“
Tatsächlich braucht es nicht lang, um im Internet fündig zu werden, wie Weimer das Heine-Zitat einsetzt. Da findet sich beispielsweise ein Text aus dem Jahr 2013 für das Magazin „Schweizer Monat“, in dem Weimer vor dem kulturellen Untergang Europas warnt (Facebook, Pizza Hut etc.) und schreibt, dass auch „auf dem Feld der ethischen Kulturformen“ Europa „immer leiser“ werde.
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Bei der zentralen Gedenkveranstaltung am 12. April soll Entertainer Hape Kerkeling eine Rede halten, dessen Großvater in Buchenwald inhaftiert war. »Wenn ich heute an diesen Ort komme, tue ich das nicht nur, um seiner zu gedenken. Ich tue es, weil mich die aktuelle politische Entwicklung in unserem Land zutiefst alarmiert«, so der 61 Jahre alte Komiker. Buchenwald sei für ihn keine ferne Vergangenheit, sondern eine Stein gewordene Warnung. »Wer heute wegschaut oder gar jenen applaudiert, die die Geschichte umschreiben wollen, macht sich mitschuldig
Wenigstens ein Lichtblick. Ich kenne ihn nicht persönlich aber er war mir bisher sympathisch. Schön, dass er sich hier engagiert.
Wo geht der Mann denn mit solchen dusselige Zitaten hausieren? Das holt doch heute keinen mehr ab. Die absolute Mehrheit in Deutschland ist nicht in den beiden christlichen Kirchen.
Glaubst du etwa denen ist es wichtig logisch zu handeln? Die schimpfen auf den woken Papst und diesen Hippietypen aus Nazareth und gleichzeitig rufen sie zum Kreuzzug und Deus Vult.
Und seine Partei hat diese Doppelmoral doch quasi patentiert mit ihrem Namen versus ihrem Handeln.
Wo geht der Mann denn mit solchen dusselige Zitaten hausieren?
Auf der rechten Seite.
Selbstverständlich sind viele überhaupt keine Christen. Weder im Glauben und schon gar nicht in der Tat. Das Christentum wird hier nur als Gegensatz zum Ausländer/Fremden in Stellung gebracht, der natürlich erst mal automatisch Muslim und damit Feind jedes guten Christenmenschen (lies: Bio-Deutschen) ist, sobald er dunkler als Alabaster ist oder einen “komischen” Namen hat. Da schreien viele begeistert: “Ja!” obwohl sie die Bibel nicht vom Karl May Roman unterscheiden können.
Das ist ganz simpel: Teile und herrsche und bei Weimer, Merz & Co. unterstelle ich auch noch eine reichliche Portion an echtem Rassismus, nach allem was die sich geleistet haben.



