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Wenn der Zivilgesellschaft jetzt zunehmend misstraut wird – wo das, gerade in Ostdeutschland, schon bei Medien, Politikern, Kirchen zunehmend der Fall ist – wer soll dann eigentlich noch übrig bleiben, um sich für diese Demokratie einzusetzen?
Noch einmal zurück zu Juliane Steudel, der Ehrenamtlichen. Sie sagt, sie wünsche sich mehr Vertrauen. “Man macht das ja nicht für sich persönlich, sondern für andere”, sagt sie. Wenn alles immer komplizierter werde, die Ordner noch dicker, sage man sich irgendwann: Dann macht es doch alleine.
Mein Problem mit den Demokratieförderungsprojekten ist das sie größtenteils danach aussehen das irgendein Sozialwissenschaftler so tun kann als ob seine Theorien funktionieren und dafür einen Job kriegt.
Geld, mit dem bislang Dinge bezahlt wurden wie Theaterabende, Toleranzprojekte, Anti-Gewalt-Trainings an Grundschulen?
Ich mag kein Theater, ich hab noch kein Anti-Gewalt-Training jemals gesehen und die Kinder die ich kannte als ich Kind war, hätte so ein Training nicht aufgehalten. Ich weiß nicht was mit “Toleranzprojekt” gemeint ist.
Probleme gibts wenn die AfD tatsächlich recht hat:
Was er außerdem nicht in Ordnung findet: Das Bündnis berufe sich “einfach selbst” und entscheide damit, wer die Gelder bekomme. Der Stadtrat sei nie einbezogen worden. Dabei sei er der “Stadtsouverän” und, anders als das Bündnis, “demokratisch legitimiert”.
Ich hätte es nicht als “Stadtsouverän” bezeichnet, aber an der demokratischen legitimation ist was dran und…
Was ist dran an dieser Kritik? Versucht man ihr nachzugehen, versteht man trotzdem nur schwer die Dringlichkeit, mit der der Stadtrat vorgegangen ist. Im Bündnis zum Beispiel war der Stadtrat schon vertreten. Ein Kirchenmensch war gleichzeitig Stadtverordneter der CDU,
Das ist ganz großer Mist. Vermischung von Kirche und Staat ist schon sehr schlecht. Diese Person jetzt auch noch in dem Bündnis zu haben und dann so zu tun als wäre das deswegen positiv, zeigt was das Problem ist.
Außerdem ist es üblich, das nicht gewählte Politiker, sondern jeweilige Experten entscheiden über die Vergabe von Bundesgeldern, ob nun bei Kultur- oder Wirtschaftsförderung oder beim Arbeitsamt.
Das ist ein unangebrachter Vergleich, weil das Arbeitsamt gehört zur Struktur des Ministeriums für Arbeit und das ist demokratisch legitimiert.
Und insgesamt gibt es für externe wie mich, genau 0 Möglichkeiten um einzuschätzen ob da überhaupt irgendwas getan wird. Wir sind vollständig abhängig von dem unabhängigen Konstrukt, das zwar bezahlt wird, aber anscheinend keine Dokumentationspflicht hat.
Der Artikel macht einen extrem schlechten Job wenn es darum ging die Arbeit dieser ehrenamtlichen Projekte zu verteidigen.
“Man macht das ja nicht für sich persönlich, sondern für andere”, sagt sie. Wenn alles immer komplizierter werde, die Ordner noch dicker, sage man sich irgendwann: Dann macht es doch alleine.
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Mein Problem mit den Demokratieförderungsprojekten ist das sie größtenteils danach aussehen das irgendein Sozialwissenschaftler so tun kann als ob seine Theorien funktionieren und dafür einen Job kriegt.
Wer ist denn qualifizierter als die Sozialwissenschaften? Das ist deren Expertise. Sollen sich jetzt die Ingenieure damit befassen und die Sozialwissenschaftler Autos bauen?
Edit:
das irgendein Sozialwissenschaftler so tun kann als ob seine Theorien funktionieren und dafür einen Job kriegt.
Und den Klimawandel gibt es nicht. Das wird nur gepusht damit irgendein Klimawissenschaftler so tun kann als ob seine Theorien funktionieren und dafür einen Job kriegt…
Das ist deren Expertise. Sollen sich jetzt die Ingenieure damit befassen und die Sozialwissenschaftler Autos bauen?
Wenn du einen Bauingenieur eine Brücke bauen lässt, steht am Ende eine Brücke da. Aus diesen “Demokratieförderungsprojekten” hört man kein Ergebnis außer “Ja wir hätten gerne mehr Geld”.
aus diesen “Demokratieförderungsprojekten” hört man kein Ergebnis außer “Ja wir hätten gerne mehr Geld”.
Das du dich nicht informierst bevor du postest ist nicht die Schuld der Sozialwissenschaften.
Z.B.:
/thread
In dem Bericht steht ja nichts drin. Es sind “subjektive Wirkungseinsch’tzungen,”
Die Basis für die mithilfe dieser Ansätze getroffenen Wirkaussagen auf der Ebene der Zielgruppen bildeten in der Regel subjektive Wirkungseinschätzun gen, die meist die Umsetzer:innen von Maßnahmen als Expert:innen vorgenom men haben (vgl. Balzer/Beywl 2018, S. 97 f.).
(S.91.)
also “Trust me bro”
und ob jetzt drei, zehn oder gar 30 Kinder, Jugendliche oder wer auch immer, Bundesweit mit den Programmen erreicht wurden, ist nicht zu finden, weil auf dem Level keine Statistik geführt wurde. Tja.
Genau wie der Artikel festigen Berichte wie dieser meine Meinung das die Programme Schwachsinn sind. Wenn selbst der selbstgeschriebene Abschlussbericht keine Erfolge dokumentieren kann, sieht es ziemlich schlecht aus?

