Ionity baut seit 2017 an einem europäischen Schnellladenetz. Nach anfänglichem Fokus auf Stromtankstellen an Autobahnen kommen jetzt auch die Städte dran. In einem Interview mit Firmenauto.de spricht CEO Jeroen van Tilburg über seine aktuelle Sicht auf die Ladeinfrastruktur für Elektroautos.
Schnellladen unterwegs ist oft teuer. „Die 79 Cent, die man oft liest, beziehen sich auf den Preis für spontane Einzelnutzung. Viele E-Fahrer laden aber über Abos oder spezielle Tarife deutlich günstiger“, betont der Ionity-Boss.
Das sagt der so, als ob das ein Naturgesetz wäre. Ist es aber nicht. Und genau diese Dreiklassengesellschaft an Ladesäulen (eigener Abo-Kunde, Roaming-Kunde anderer Ladenetze, Ad-Hoc-Kunde) macht das gesamte Ladethema unnötig kompliziert und erfordert Planung. Er ist mit seiner Firma Teil des Problems und nimmt sich nicht der Lösung an.
Um einfaches und günstiges Laden wollen sich die meisten Leute aber einfach nicht kümmern, E-Autos sind in der Warnehmung vieler Menschen sowieso komplizierter als man das von Verbrennern kennt - also bleiben sie lieber bei dem was sie kennen, denn da ist überdies Tanken planbar, die Preise sind transparent und vor allem unabhängig von Abos.
Carpitalism
Günstiges Ad-hoc laden ist der Weg. Alles mit Verträgen und Grundgebühr kann in Einzelfällen sinnvoll sein, aber keinesfalls als Standardmodell für die breite Masse.
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