Na gucke mal. Geht ja doch.
Wenn Berlin schon an regulären Updates scheitert, stellt sich die Frage, wie ein Paradigmenwechsel gelingen soll. Die Strategie sieht vor, dass bis zum Jahr 2032 immerhin 70 Prozent des Software-Stacks am Arbeitsplatz auf Open-Source-Lösungen basieren sollen.
Das hätte man zum Beispiel bereits um 2017 vollumfänglich und für alle Bundesländer beantworten können, indem man LiMux nicht zugunsten ein paar müder Steuermilliönchen von unseren lieben Microsoft-Freunden in München den Rücken zugewandt hätte. Ja, oh Wunder, zehn Jahre später kostet das auf einmal mehr Zeit und Geld.
Wenn Berlin schon an regulären Updates scheitert, stellt sich die Frage, wie ein Paradigmenwechsel gelingen soll. Die Strategie sieht vor, dass bis zum Jahr 2032 immerhin 70 Prozent des Software-Stacks am Arbeitsplatz auf Open-Source-Lösungen basieren sollen.
Die Verkacker sind da auch schon Management-Verkacker, garantiert. An der Expertise das umzusetzen mangelt es in Deutschland nicht. Da muss man auch nicht wieder irgendwelche Fraunhofer oder Siemense mit Geld bewerfen, sondern das läuft wenn jede Stadt/Land eine handvoll Leute einstellt die auf die gängigen Wege Deutschland- oder Europaweit kollaborieren wie bei jedem anderen FOSS-Projekt. Ich kenne genug Entwickler, die so einen Job, selbst bei geringerer ÖD-Bezahlung gerne annehmen würden, einfach weil arbeiten in FOSS-Projekten so viel angenehmer ist, als für den Corporate-Overlord. Oder man schließt Verträge mit Entwicklerunternehmen, die eben das für einen machen, wenn man sich nicht traut selbst einzustellen. Man muss halt ein bisschen umdenken und nicht meinen, dass man jetzt halt nur statt der verwanzten MS-Scheiße ein äquivalentes “Open-Source Produkt” des günstigsten Anbieters einkauft, der bei der Ausschreibung gewonnen hat.
Ich denke, das ist genau der Punkt. Die meisten erwarten, dass der Ersatz 100% identisch ist.
Dabei könnte der Ersatz viel besser sein!
opendesk.eu und entsprechende Dienstleistungen sind doch schon verfügbar.
Ja, aber wie es immer so ist wird es trotzdem hier und da Schmerzpunkte geben, wo die Lösung nicht genau passt und mehr Flexibilität oder Funktionalität gebraucht wird. Und da hilft es eben, wenn man dann auch lokal eine handvoll Entwickler hat, die zusammen mit Opendesk/ZenDiS an den Projekten arbeiten um diese Dinge nachzuliefern. Dieser demokratische Ansatz ist ja gerade der große Vorteil. Es ist nicht mehr “wer zahlt schafft an”, was bei MS sowieso noch nie wahr war, sondern “wer beiträgt, weist den Weg”. Ich denke ZenDiS wird da sicher auch Wege haben einen Bedarf für ein Feature oder Bugs zu melden und deren Entwickler kümmern sich dann, aber am schnellsten geht es immer wenn man direkt einfach Leute dran setzt, weil die Möglichkeit hat man mit FOSS.
Ja. Ich gehe auch davon aus, das „Systemhäuser“ auf Basis der Community Edition Dienstleistungen anbieten werden. Genau wie sie das für die Kernkomponente Owncloud/Nextcloud ja auch machen.
Also die Dienstleistung, im Sinne von Hosting und Support, ist ja das eine. Aber das “Produkt”, im Sinne der Softwarelösung das andere. Es muss sich nicht jede kleine Kommune ein Rechenzentrum hinstellen wo ihr eigenen Nextcloud drauf läuft, samt Turnschuhadmins, wäre ja Blödsinn. Entweder man geht zu Opendesk hier, oder wie du sagst, ein lokales Systemhaus, wie auch immer.
Aber für die Software die darauf läuft, für die sicher, zumindest am Anfang, jede Kommune, Behörde, wie auch immer, Extrawünsche hat, ohne die es niemals nicht geht, da muss man sich halt wirklich auch einbringen, anstatt nur zu “prüfen”, das “Produkt” für untauglich zu bewerten und wieder 10 Jahre Microsoft zu kaufen. Da muss sich die Mentalität ändern.
Du verrennst Dich hier. Ich habe das niemals ausgeschloßen, dass es Entwickler braucht. Aber Dienstleister werden diese Erweiterungen auch als “Individualsoftware” anbieten.
Beide Antworten waren eigentlich mehr ergänzend gemeint, als dir widersprechend. Alles gut.
Aber Dienstleister werden diese Erweiterungen auch als “Individualsoftware” anbieten.
Kann sein, aber “Individualsoftware” ist ja grade das, was man vermeiden kann wenn man über FOSS kollaboriert, es sei denn es ist jetzt wirklich ein Feature, das man unbedingt braucht, aber das keine Chance hat Upstream aufgenommen zu werden, was dann aber auch einen gewissen Maintenance-Burden mit sich bringt.
Ja. Der Klassiker, aber die ein oder andere Extension wird bestimmt immer wieder reingepatcht. Du kannst bei Schleswig-Holstein gerade sehen, wo die Reibungspunkte - aus Nutzersicht - sind. Ich denke 99% sind Standardsoftware und intensive Schulung, weil jetzt alle Workflows doch ein wenig anders sind.
Welch ein großartiges Bild zum Artikel!
Da es sich um Berlin handelt, bin ich da eher pessimistisch. Ich habe da mehr Hoffnung bei Schleswig Holstein.
Am gruseligsten finde ich ja, dass unsere Bürger:innen, so gar kein Problem damit zu haben scheinen, dass die US Geheimdienste besser über ihre Daten bescheid wissen als unsere Verwaltung.
/edit: gegendert.
“Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass nur etwa 12 Prozent der Computer erfolgreich auf Windows 11 umgestellt waren. Dieser Prozess hätte eigentlich längst abgeschlossen sein sollen. Wenn Berlin schon an regulären Updates scheitert, stellt sich die Frage, wie ein Paradigmenwechsel gelingen soll. Die Strategie sieht vor, dass bis zum Jahr 2032 immerhin 70 Prozent des Software-Stacks am Arbeitsplatz auf Open-Source-Lösungen basieren sollen.”
…und wohl auch alle Anderen :(
Hart fies gesagt: Das ist unter Linux einfacher, weil man keine zusätzlichen Lizenzen irgendwo in den Haushalt schieben muss.
Ich könnte mir außerdem auch sehr gut vorstellen, dass die Geschwindigkeit mit der dort zu Windows 11 geupdated wird nicht daran liegt, dass die unfähig sind, sondern, dass die Rechner, die die da benutzen einfach nicht in der Lage sind (laut Anforderungen von Microsoft) Windows 11 zu installieren. Und neue Hardware beschaffen ist deutlich langsamer und kostspieliger.
Da bin ich mir sicher, ja
Das ist übrigens der Weg, auf dem die Techimperien zerbröseln werden. Nicht mit einem großen Knall, aber nach und nach. Eine Beschaffungsmaßnahme nach der nächsten. Ein User nach dem anderen, der die Schnauze voll hat.







