Inzwischen bin ich zum schauen gekommen. Ohne zu Spoilern würde ich sagen, ich bin von der Staffel jetzt nicht absolut überzeugt (würde sogar sagen die schwächste von allen) aber sie war doch auch keine schlechtes Fernsehen.
Vorallem bin ich aber der ARD wirklich dankbar, Babylon Berlin überhaupt einen Abschluss beschert zu haben. Private Produzenten können das heute ja scheinbar nicht mehr.Alles in allem: Konkret Staffel 5 alleine würde ich nicht empfehlen, die gesamte Serie als ganzes aber sehr wohl.
Fair. Ich hab es auch zum Abschluss der Reihe angefangen (bin aber noch nicht ganz durch), weil ich die anderen Staffeln schon früher angeschaut hatte.
Ich habe nun auch die letzten Minuten gesehen und schließe mich dir weitgehend an.
Die dargebotenen Musik- und Show- und Tanzeinlagen finde ich nach wie vor toll, die Bildsprache der Folgen insgesamt aber nicht mehr so beeindruckend wie in vorherigen Staffeln (allerdings habe ich die auch allesamt auf größeren Bildschirmen sehen können).
Die Auftritte von bereits bekannten Nebenrollen wirkten größtenteils stimmig, zu einigen hätten mir ein paar Sätze zur Entwicklung zwischen Staffel 4 und 5 gefallen um besser nachvollziehen warum sie nun so sind wie in der Serien-Gegenwart. Manche Schauspielys haben neue Nebenrollen übernommen für die sie aus meiner Sicht vom äußerlich angenommenen Alter nicht passen.
Früher eingearbeitete eher humorvolle Sekunden habe ich nicht mehr wahrgenommen.
Vereinzelt bilde ich mir ein, dass es mit dem Bildschnitt abermals nicht überall gelungen ist jede Nachsynchronisierung zu verbergen.
Gleich mehrere Szenen wirkten auf mich stark inspiriert von solchen aus “Hitler - Aufstieg des Bösen” und dementsprechend nicht so bemerkenswert kreativ wie gewohnt.
Die historische Realität, die Fiktion der Serie und die anteilige Abweichung von der Buchvorlage zu einem Stoff zu verbinden war sicherlich schwerer denn je aufgrund des Zeitraums der Handlung, aber handwerklich erscheint mir nicht besonders gut gelungen. Die Trennung wirkt wie Verwischung und die Vermischung wie die Trennung.
Das Finale und hätte gerne noch mehr Platz einnehmen können. Mindestens eine, eineinhalb oder sogar noch zwei weitere Folgen welche letztlich weniger überstürzt zu einem ganz guten Epilog überleiten. Die allerletzte gedrehte Szene drängte sich scheinbar geradezu auf, dadurch wirkt sie aber etwas zu billig für eine sonst hochwertige Serie. Die verbleibenden zwei Minuten passen metaphorisch, aber visuell wirkt es unbeholfen. Als gelänge es nur so einen Punkt oder ein Ausrufezeichen zu setzen bzw. würde die Tonspur unabänderlich feststehen.




