

Der Herr spricht von der reinen Fassade. Was ja auch stimmt. Solange die Fassade intakt ist und die Pflanze keine Löcher wie Fenster, Fassadenrisse oder die Traufe nicht erreicht ist alles in Ordnung.
Wächst der Wein mal bis ins Dach hebt der dir die Dachplatten an. Hat die Fassade einen Riss, wachsen dort die Wurzeln rein und sprengen den Putz ab. Ich hab in den letzten Jahren ausreichend alte Gebäude gesehen bei denen man den Wein/Efeu wachsen hat lassen.
Bezüglich des Videos dazu: wenn jemand sagt es sei “a bisserl a Mythos” und anschließend nur von den Saugnäpfen spricht die an der Fassade kleben, das Wurzelwerk jedoch völlig ignoriert, der hat für mich wenig den Thema beigetragen.
Bedenkt man dass wir von einer Stadt sprechen haben wir alles mögliche an Fassaden. Vom Sandsteinklinker, gefliest, Zementputz, Holz etc. Dazu gibt’s noch nicht dichte Fensterlaibungen, Fensterrahmen mit Entwässerungsschlitz, Rolladenkästen, Dunstabzüge, hinterlüftete Fassaden, die machen mit Efeu richtig Spaß, da muss der sich nicht mal anstrengen um alles zu bewohnen. Heißt man muss den regelmäßig frei halten. Das ist richtig schön Arbeit.
Das ist jetzt vielleicht etwas flappsig aber ich würde selbst einem Baumarkt hier mehr Beweislast zusprechen als einem Facebook Video mit 4 Kommentaren die ich nicht lesen kann. Hier https://toom.de/selbermachen/garten-freizeit/gartenpflege/gartentipps/efeu-entfernen/



Weiß nicht… Frag doch mal bei deiner Gemeinde nach wie bereit die sind in einen solchen Hitzeschutz zu investieren. Das scheitert hierzulande doch schon daran dass man die paar Bäume auf’m Marktplatz erhält oder gar neue pflanzt. Meine Gemeinde hat sich bei der Planung des Rathausplatzes nicht zu Baumbestand hinreißen lassen weil: sind im Weg bei Veranstaltungen, man ist dafür verantwortlich, Pflege kostet Geld und machen Dreck. Wir haben jetzt: Sträucher in Betonkübel. Dass man die Dinger regelmäßig gießen muss und das auch Geld kostet… Konnte ja keiner ahnen. Aber man kann sie bei einer Veranstaltung vom Bauhof woanders hin bringen lassen.
Long story short: wenn den Gemeinden Bäume bereits zu viel Aufwand ist, dann wird exzessiv wilden Wein pflanzen eher keine Erfolgsstory werden.